Was denkst du denn?

Was denkst du denn?

Der Mit- und Nachdenkpodcast

Wer sagt da Ich beim Treueschwur?

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Wir Menschen sind nicht, wir werden. Unser ganzes Leben ist geprägt von Veränderungen. Körperlich wie psychisch. Und trotzdem ist da etwas in uns, das bewahren will. Das Zuverlässigkeit in allem Wandel fordert. In vielen Beziehungen sind Treue und Loyalität deshalb essentielle Werte. Dazu müssen wir vor allem erst mal uns selbst treu sein. Aber wie kann das gelingen, wenn wir uns doch ständig verändern und Anpassungen an uns vornehmen? Ist Treue wandelbar? Verhandlungssache vielleicht? Und warum werden Treue und Loyalität gerade da laut eingefordert, wo Angst vor Veränderung herrscht?

Digitalisierung: Friss oder stirb!

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Diesmal ist Dr. Matthias Burchardt von der Universität Köln zu Gast im WDDD-Podcast. Er bezeichnet sich selbst als Digitial Pioneer - hat also die Digitalisierung noch erlebt, als das ganze Konstrukt in den Kinderschuhen steckte. Wir fragen uns: Was macht Digitalisierung mit uns? Was bedeuten Interaktionsdesign und ständige Unterbrechung für unseren Alltag? Gibt es mehr Freiheiten oder macht uns das ständige im Netz sein zu Gefangenen von Maschinen und Algorithmen?
Wir widmen uns der Beziehung unserer Person mit unseren Avataren im Netz, schauen auf die Allverfügbarkeit von Informationen, auf Menschenrechte, Datenschutz und die Wurzeln des Menschseins.

Humor ist ein Saft

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Kann man eigentlich ganz ernsthaft über Humor sprechen? Ja, doch, schon - mal abgesehen von den Flach- und Wortwitzphasen. Aber die haben wir euch markiert. Ansonsten gibt es wirklich eine Menge zu klären rund um das Thema Witz und Humor. Dabei hilft uns diesmal Heinrich Lützeler - ein Bonner, der über die Philosophie des Kölner Humors geschrieben hat. Eigentlich schon komisch genug. Rita und Nora versuchen in dieser Episode Witz von Humor zu unterscheiden, widmen sich den Zynikern und der Ironie. Fröhnen der leichten Unterhaltung und lehnen es hin und wieder auch moralisch ab, sich über etwas lustig zu machen.

Glück ist ein domestiziertes Eichhörnchen

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Das war keine leichte Aufgabe, die uns Christoph aka @kieliscalling da gestellt hat. Sprecht doch mal über das Glücklich sein... Ja, hmmm. Nora hat schon Probleme, die Frage: "Wie geht's dir?" zu beantworten. Aber wir haben es trotzdem versucht. Und sind zu dem Ergebnis gekommen: Glück ist so wenig leicht in Worte zu fassen wie herzustellen.

Wir werden alle sterben!

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Keine Sorge. Wir verbreiten hier weder Panik noch schlechte Stimmung. Würden wir nie! Im Gegenteil. Wir starten mit einem sehr romantischen Bild - wir begeben uns nämlich... in unendliche Weiten! Denn vom All aus betrachtet ist die Erde nur ein kleiner, leuchtend blauer Punkt. Der Einzelne wird völlig unwichtig. Die Menschheit zur Einheit in all ihren Facetten und Schattierungen. Und unser Handeln, unser Sein, unser Gut und unser Böse verschmelzen zu einem Brei aus Nichtigkeit. Wieso also kommen wir eigentlich auf die Idee, dass es einen Unterschied macht, wie wir leben und handeln? Warum müssen wir uns damit auseinandersetzen, wenn es - im großen Ganzen - gar keinen Unterschied mehr macht. Wenn es egal ist, ob wir leben, je gelebt haben oder wieder zu Staub zerfallen? Dieser existentiellen Frage wollen wir in dieser Folge auf den Grund gehen.

Und bevor es zu Missverständnissen kommt: Nein, die Scheibe heißt nicht Discovery. Da hat Nora was gehörig durcheinander gebracht. Die Rede ist von der Golden Plate, die mit der Voyager ins All geschickt wurde.

Schönheit als Seelenfutter

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Was ist eigentlich Schönheit? Was empfinden wir als schön oder besser gefragt, was empfinden wir, wenn wir etwas schön finden? Denn ob etwas schön ist oder nicht, darüber herrscht nicht zwingend Einigkeit. Im Gegenteil. Rita hat zwei Menschen im Museum beobachtet, die sich über die Schönheit eines Kunstwerks streiten. Nora ist das Thema Brutalismus vor die Füße gefallen und sie hadert mit der Schönheit der wuchtigen Betonbauten. In dieser Episode betrachten wir die Schönheit aus den Augen der Kunst, aber auch auf der Gefühlsebene. Wofür brauchen wir Schönheit? Und was passiert mit uns, wenn wir das Schöne nicht mehr sehen können, weil uns zum Beispiel im Zuge einer Depression das Empfinden für das Schöne verloren geht? Wenn wir - im wahrsten Sinne des Wortes - an-ästhetisiert sind?

Ich schäme mich für dich!

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Wir beobachten eine Situation - und in uns zieht sich alles zusammen. Wir möchten am liebsten im Boden versinken, schlagen betreten die Augen nieder, weil uns das, was wir sehen, zutiefst beschämt. Aber nicht, weil wir selber etwas gemacht hätten. Nein, wir schämen uns fremd - also stellvertretend für jemand anderen. Was ist also Fremdscham und wofür brauchen wir dieses Gefühl überhaupt? Um das zu klären, müssen wir erst mal ausloten, was denn Scham eigentlich ist. Welche Funktionen erfüllt Scham im gesellschaftlichen Zusammenleben? Welche Normen stecken dahinter? Und wie lösen wir Scham wieder auf? Achtung: Diese Episode kommt natürlich nicht aus ohne peinliche Geständnisse. Fremdscham vorprogrammiert...

Verhärten kann auch Spaß machen

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In Episode 6 hatten wir es ja schon mal von Höflichkeit - und irgendwie ist Nora mit dem Begriff nicht richtig warm geworden. Vielleicht liegt das an einem Missverständnis! Denn vor kurzem hatte Sven Preger bei Deutschlandfunk Nova den Sprachkünstler Fabian Neidhardt zu Gast. Seine These: Wir stellen Unverbindlichkeit ganz oft mit Höflichkeit gleich. Florian Neidhardt beschäftigt sich mit Weichmachervokabeln in der Sprache. Wir folgen ihm auf dieser Spur. Denn in unserer Sprache findet sich auch immer der Zeitgeist wieder. Wofür also brauchen wir die Verflüssigung? Wo ist sie gut? Wo hinderlich? Und was ist mit der vollständigen Verflüchtigung, wie sie sich zum Beispiel im Phänomen des Ghosting manifestiert? Bei aller Viskosität der Gedanken sind sich Rita und ich am Ende einig: Wir brauchen die Verhärtung - für den Diskurs und die Streitkultur. Aber eben nicht nur.

Die fiese Schwester von Nietzsche

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Eigentlich wollten wir über Minimalismus sprechen, aber da wir beide nachweislich keine Ahnung davon haben, haben wir uns mit unserem Verhältnis zu Dingen beschäftigt. Eine wilde Reise von Design und Kunst. Wir sprechen über die fiese Schwester von Nietzsche, die die Besitztümer ihres Bruders so gnadenlos ausgestellt und vermarktet hat. Von Ritas libidinöser Beziehung zu Stiften, gebatikten (und aufbewahrten) Hosen aus der Teeniezeit, die unverschämterweise auch heute noch passen oder Noras leben als Queen of Chaos und der Idee einer Wall of Nippes, die schreckliche Dekogeschenke nur noch in Form von Fotos aufbewahrt. Und dazu die Frage: Welche Zuschreibungen machen wir Dingen? Warum fällt es uns so schwer, manche Dinge loszulassen? Was daran ist eigentlich Konsum und wann kaufen wir sinnhaft? Und wollen sich Minimalisten der Welt entziehen?

Das Unglück zurückschlagen

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Das fängt ja schon gut an mit der Folge 13 - da vergessen wir glatt uns vorzustellen! Muss an der Zahl liegen! Ein perfekter Anlass, um über Aberglauben zu sprechen. Und wo landen wir? Bei der Frage, ob, wie, wann oder warum wir Glück herstellen wollen oder möchten. Oder eben auch nicht. Denn: Aberglaube versucht in erster Linie, Glück herzustellen, beziehungsweise Unglück abzuwenden. Und natürlich landen wir auch wieder bei dem guten alten Aristoteles. Und der Eudaimonia - den guten Dämonen. Und bei Selbsterhellung. Eine kleine Reise ins Glück - oder das, was wir darunter verstehen.

Und weil wir - verflixte Folge 13! - auch noch vergessen haben euch zu sagen, wie und wo ihr uns erreichen könnt, reichen wir das hier nach: Schickt uns euer Feedback gerne via Twitter (@WDDD_Podcast), Facebook, E-Mail (nora (at) wasdenkstdudenn.de oder rita (at) wasdenkstdudenn.de) - und auch im Sendegate sind schon Nachrichten an uns gelandet. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

Über diesen Podcast

Wo ist die Schamgrenze - zum Beispiel in der Sauna? Wie läuft das mit Schuld und Entschuldigung? Und darf ich eigentlich die politische und moralische Haltung von jemandem in Frage stellen? Rita Molzberger und Nora Hespers stellen sich all diese Fragen und diskutieren. Mal mehr mal weniger fachlich, aber immer auf der Suche nach Erkenntnisgewinn. Klingt bierernst, ist aber mitunter ganz schön witzig. Denn erst mal gibt es keine Denkverbote. Wir umkreisen Themen, decken auf, fragen nach, stellen Vermutungen an, sind uns oft einig - aber lernen immer wieder auch was Neues dazu. Wir haben einfach Spaß daran, laut zu denken. Denkt doch einfach 'n bisschen mit!

von und mit Nora Hespers und Rita Molzberger

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