Was denkst du denn?

Was denkst du denn?

Der Mit- und Nachdenkpodcast

Moralisiert euch!

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Was lässt Schülerinnen und Schüler gerade jeden Freitag auf die Straße gehen, um für Umweltschutz zu demonstrieren? Sie fordern etwas ein, zu dem wir vor allem moralisch verpflichtet sind. Nämlich diese Welt in der wir leben so zu schützen, dass sie auch in Zukunft noch für Menschen lebenswert bleibt. Eine moralische Forderung, die sich nicht zwingend auch in Gesetzen widerspiegelt. Und das macht ein interessantes Spannungsfeld auf. Denn wo verpflichten wir uns moralisch, zum Beispiel zur Einschränkung unserer Freiheit, noch bevor Gesetze greifen? Oder nehmen wir zum Beispiel Gesetze, die Homosexualität kriminalisieren und unter Strafe stellen. Sich dagegen auszusprechen und für das Gegenteil zu demonstrieren, machen wir vor allem aus einer moralischen Haltung heraus. Und in Ländern, wo selbst demonstrieren unter Strafe steht, ist das dann zwar nicht legal, moralisch gesehen aber eben legitim.
In dieser Episode diskutieren Rita und Nora, wo der Unterschied zwischen moralischer und gesetzlicher Verpflichtung ist. Warum Moral so einen schlechten Stellenwert hat und warum es notwendig ist, die großen Fragen unserer Zeit gesellschaftlich und politisch möglichst breit zu diskutieren.

Die Petrapanisierung der Gesellschaft

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Erwachsen sein - in diese Schublade möchte sich Nora lieber nicht einsortieren. Rita hingegen feiert das Erwachsen sein. Einfach weil Erwachsen sein bedeutet, unfassbar viele Freiheiten zu haben. Für Nora hat der Begriff was von Momo und den grauen Männern. Wird es Rita schaffen, Nora am Ende davon zu überzeugen, dass Erwachsen sein irgendwie doch ganz toll ist?

Und jetzt alle mal rausverneiden!

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Ja, wir haben einen zweiten Teil zum Thema Neid gemacht. Weil uns das Thema so beschäftigt hat. Denn es macht zum Beispiel einen großen Unterschied, ob wir neidisch sind auf ein Talent oder etwas Materielles. Denn Talent können wir zwar jemandem missgönnen, aber wir können es der Person weder wegnehmen, noch uns selbst hinzufügen. Doofe Sache. Und dann wird unser Neid auch ganz gerne getriggert. Zum Beispiel in der Klatschpresse. Und eigentlich ist das toxisch. Wo wir auch nicht hingesehen hatten: Was ist, wenn wir beneidet werden? Fühlen wir dann die Anerkennung? Und finden wir das gut oder schlecht?
Die größte Schwieirigkeit bei all den Themen ist aber vor allem: Wir müssen überhaupt erstmal erkennen und zugeben, dass wir neidisch sind. Denn Neid ist kein gesellschaftlich akzeptiertes Gefühl.

Good Neid, Miss Gunst.

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Themenvorschläge aus der Community sind uns die liebsten. Und deshalb gibt es diesmal eine Folge über Neid und Missgunst. Die Fußball-Fans unter euch werden da direkt Assoziationen mit Udo Lattek haben, dem es gelang, noch in jeder Diskussion "Neid und Missgunst" als Ursache auszumachen. Egal bei welchem Thema. Rita und ich versuchen dem grundsätzlichen Gefühl auf die Spur zu kommen. Auch bei uns selber. Denn es fängt ja schon damit an, dass die wenigsten von uns gerne zugeben, neidisch zu sein. Geschweige denn missgünstig! Und was hat es eigentlich damit auf sich, dass Deutschland gerne als "Neidgesellschaft" bezeichnet wird. Sind wir wirklich so schlimm?

Die Angst, was zu verpassen

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In unserer Folge zur Digitalisierung ist der Begriff FOMSI aufgetaucht oder Fear of missing something important. Bei Wikipedia ist der Eintrag FOMO zu finden: Fear of missing out. Aber warum haben wir Angst, etwas zu verpassen? Was macht diese Angst mit uns als Gesellschaft? Wenn es denn überhaupt eine Angst ist. Denn die Philosophie unterscheidet Angst und Furcht. Und bevor das hier in dem Text durcheinander gerät: Rita erklärt das in dieser Folge ziemlich großartig.

Ey Leben, du bist ungerecht!

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"Das Leben ist hart und ungerecht und endet meist mit dem Tode.". Diese zutiefst ernüchterne Erkenntnis stand mal auf einem Tisch in der Schule. Wir wollen das Ganze ein bisschen weniger existentialistisch angehen. Trotzdem: ein bisschen was ist dran an dem Spruch. Denn wir können die besten und nettesten Menschen der Welt sein, das garantiert uns noch lange nicht, dass uns das Leben mit Frieden, Gesundheit, Glück und/oder Reichtum beschenkt. Und das ist natürlich nach menschlichen Maßstäben gemessen nicht gerecht. Auf der anderen Seite: Ist es nicht vielleicht ein bisschen unsinnig, vom Leben Gerechtigkeit zu fordern? Wie kommen wir auf die Idee, dass es so etwas geben könnte? Und wer oder was ist eigentlich dieses Leben? Und warum gibt es Menschen, die glauben, ihnen stünde mehr zu als anderen. Mit anderen Worten: Sie hätten mehr Anrecht auf etwas als andere? Im Prinzip eine absurde Vorstellung. Und trotzdem streben wir danach, dass es im Leben - also in unseren eigenen kleinen Leben - gerecht zu gehen möge. Und sind enttäuscht, wenn das nicht so ist.

Das andere Leben

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Eins vorweg: Der Plan war, dass das Baby schläft und Rita und Nora eine Runde podcasten. Nun, das Baby hatte andere Pläne, wir haben es trotzdem gewagt. Und deshalb klingt diese Episode etwas anders als sonst.

Aber irgendwie dann auch wieder passend, denn Rita fragt sich, was wir eigentlich damit meinen, wenn wir uns in ein anderes Leben wünschen. So wie in dem Satz: "In einem anderen Leben wäre ich jetzt reich" oder "In einem anderen Leben wären wir das perfekte Paar". Jede:r, der oder die schon mal eine Affäre gehabt hat - oder sie sich nur vorgestellt hat - kennt diesen Satz. Aber wohin wünschen wir uns da? Und ist dieses andere Leben wirklich möglich, wenn wir uns selbst dahin mitnehmen müssen?

Ein exploratives Gespräch, zu dem eure Gedanken herzlich willkommen sind. Das sind sie zwar immer, aber in diesem Fall besonders.

Schule ist ein Weg

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Zum Thema "Lehrer:innen" haben wir alle was zu sagen. Schließlich waren - Schulpflicht sei dank - die allerallermeisten von uns irgendwann mal in der Schule. Aber wie bereitet man angehende Lehrer:innen am besten auf ihren Schulalltag vor? Warum sind ausgerechnet Pädagogik oder Bildungs- und Erziehungswissenschaften bei Lehramtsstudierenden so unbeliebte Fächer? Wir sprechen darüber mit Dr. Selma Haupt von der RWTH Aachen. Ihr Lehr- und Forschungsgebiet ist die allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Technik- und Medienbildung. Bei einer Umfrage unter Studierenden hat sie herausgefunden, dass viele wenig Sinn in einer theoretischen Ausbildung in den Fächern Pädagogik oder Bildungs- und Erziehungswissenschaften sehen. Gemeinsam mit Rita und Nora will sie herausfinden, was denn da überhaupt vermittelt werden kann und soll.

Watt soll dä Quatsch?!

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Folge 50 - Live aus dem Lichtmeß-Kino in Hamburg-Altona
Wie aufregend! Rita und Nora haben das erste Mal ihren Podcast live vor und mit Publikum aufgenommen. Bei der Science Podcast Night ging es darum, wie viel Wissenschaft eigentlich im "Was denkst du denn?" Podcast steckt. Und was wir mit den Gesprächen, die wir führen, eigentlich wollen. Wir reden über den Luxus, sich mal in Ruhe über ein Thema austauschen zu können, warum Denken durchaus eine praktische Angelegenheit ist und nicht bloß graue Theorie und ob philosophische Fragen das Leben komplizierter machen. Natürlich auch diesmal mit Ritas Literaturliste.

Der Terror der Heiligen Familie

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Es gibt Menschen, für die ist die Vorweihnachtszeit eine echte Belastung. Weil Entscheidungen anstehen. Weil die anstehende Familienfeier Stress bedeutet und Ängste erzeugt. Weil so viele Menschen sich darauf freuen, und man selber dieses Gefühl der Freude nicht teilen kann. Und über allem hängt die Frage: Muss ich Weihnachten mit meinen Eltern feiern? Darf ich das absagen? Oder ist das furchtbar egoistisch? Die Antwort muss natürlich jede:r für sich selber finden. Aber: Wir haben uns für euch Gedanken gemacht. Nicht nur über die Bedeutung des Weihnachtsfestes. Sondern auch über das Konstrukt Familie. Ist Familie nur Blutsverwandtschaft?

Über diesen Podcast

Wo ist die Schamgrenze - zum Beispiel in der Sauna? Wie läuft das mit Schuld und Entschuldigung? Und darf ich eigentlich die politische und moralische Haltung von jemandem in Frage stellen? Rita Molzberger und Nora Hespers stellen sich all diese Fragen und diskutieren. Mal mehr mal weniger fachlich, aber immer auf der Suche nach Erkenntnisgewinn. Klingt bierernst, ist aber mitunter ganz schön witzig. Denn erst mal gibt es keine Denkverbote. Wir umkreisen Themen, decken auf, fragen nach, stellen Vermutungen an, sind uns oft einig - aber lernen immer wieder auch was Neues dazu. Wir haben einfach Spaß daran, laut zu denken. Denkt doch einfach 'n bisschen mit!

von und mit Nora Hespers und Rita Molzberger

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