Was denkst du denn?

Was denkst du denn?

Der Mit- und Nachdenkpodcast

Wir werden alle sterben!

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Keine Sorge. Wir verbreiten hier weder Panik noch schlechte Stimmung. Würden wir nie! Im Gegenteil. Wir starten mit einem sehr romantischen Bild - wir begeben uns nämlich... in unendliche Weiten! Denn vom All aus betrachtet ist die Erde nur ein kleiner, leuchtend blauer Punkt. Der Einzelne wird völlig unwichtig. Die Menschheit zur Einheit in all ihren Facetten und Schattierungen. Und unser Handeln, unser Sein, unser Gut und unser Böse verschmelzen zu einem Brei aus Nichtigkeit. Wieso also kommen wir eigentlich auf die Idee, dass es einen Unterschied macht, wie wir leben und handeln? Warum müssen wir uns damit auseinandersetzen, wenn es - im großen Ganzen - gar keinen Unterschied mehr macht. Wenn es egal ist, ob wir leben, je gelebt haben oder wieder zu Staub zerfallen? Dieser existentiellen Frage wollen wir in dieser Folge auf den Grund gehen.

Und bevor es zu Missverständnissen kommt: Nein, die Scheibe heißt nicht Discovery. Da hat Nora was gehörig durcheinander gebracht. Die Rede ist von der Golden Plate, die mit der Voyager ins All geschickt wurde.

Schönheit als Seelenfutter

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Was ist eigentlich Schönheit? Was empfinden wir als schön oder besser gefragt, was empfinden wir, wenn wir etwas schön finden? Denn ob etwas schön ist oder nicht, darüber herrscht nicht zwingend Einigkeit. Im Gegenteil. Rita hat zwei Menschen im Museum beobachtet, die sich über die Schönheit eines Kunstwerks streiten. Nora ist das Thema Brutalismus vor die Füße gefallen und sie hadert mit der Schönheit der wuchtigen Betonbauten. In dieser Episode betrachten wir die Schönheit aus den Augen der Kunst, aber auch auf der Gefühlsebene. Wofür brauchen wir Schönheit? Und was passiert mit uns, wenn wir das Schöne nicht mehr sehen können, weil uns zum Beispiel im Zuge einer Depression das Empfinden für das Schöne verloren geht? Wenn wir - im wahrsten Sinne des Wortes - an-ästhetisiert sind?

Ich schäme mich für dich!

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Wir beobachten eine Situation - und in uns zieht sich alles zusammen. Wir möchten am liebsten im Boden versinken, schlagen betreten die Augen nieder, weil uns das, was wir sehen, zutiefst beschämt. Aber nicht, weil wir selber etwas gemacht hätten. Nein, wir schämen uns fremd - also stellvertretend für jemand anderen. Was ist also Fremdscham und wofür brauchen wir dieses Gefühl überhaupt? Um das zu klären, müssen wir erst mal ausloten, was denn Scham eigentlich ist. Welche Funktionen erfüllt Scham im gesellschaftlichen Zusammenleben? Welche Normen stecken dahinter? Und wie lösen wir Scham wieder auf? Achtung: Diese Episode kommt natürlich nicht aus ohne peinliche Geständnisse. Fremdscham vorprogrammiert...

Verhärten kann auch Spaß machen

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In Episode 6 hatten wir es ja schon mal von Höflichkeit - und irgendwie ist Nora mit dem Begriff nicht richtig warm geworden. Vielleicht liegt das an einem Missverständnis! Denn vor kurzem hatte Sven Preger bei Deutschlandfunk Nova den Sprachkünstler Fabian Neidhardt zu Gast. Seine These: Wir stellen Unverbindlichkeit ganz oft mit Höflichkeit gleich. Florian Neidhardt beschäftigt sich mit Weichmachervokabeln in der Sprache. Wir folgen ihm auf dieser Spur. Denn in unserer Sprache findet sich auch immer der Zeitgeist wieder. Wofür also brauchen wir die Verflüssigung? Wo ist sie gut? Wo hinderlich? Und was ist mit der vollständigen Verflüchtigung, wie sie sich zum Beispiel im Phänomen des Ghosting manifestiert? Bei aller Viskosität der Gedanken sind sich Rita und ich am Ende einig: Wir brauchen die Verhärtung - für den Diskurs und die Streitkultur. Aber eben nicht nur.

Die fiese Schwester von Nietzsche

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Eigentlich wollten wir über Minimalismus sprechen, aber da wir beide nachweislich keine Ahnung davon haben, haben wir uns mit unserem Verhältnis zu Dingen beschäftigt. Eine wilde Reise von Design und Kunst. Wir sprechen über die fiese Schwester von Nietzsche, die die Besitztümer ihres Bruders so gnadenlos ausgestellt und vermarktet hat. Von Ritas libidinöser Beziehung zu Stiften, gebatikten (und aufbewahrten) Hosen aus der Teeniezeit, die unverschämterweise auch heute noch passen oder Noras leben als Queen of Chaos und der Idee einer Wall of Nippes, die schreckliche Dekogeschenke nur noch in Form von Fotos aufbewahrt. Und dazu die Frage: Welche Zuschreibungen machen wir Dingen? Warum fällt es uns so schwer, manche Dinge loszulassen? Was daran ist eigentlich Konsum und wann kaufen wir sinnhaft? Und wollen sich Minimalisten der Welt entziehen?

Das Unglück zurückschlagen

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Das fängt ja schon gut an mit der Folge 13 - da vergessen wir glatt uns vorzustellen! Muss an der Zahl liegen! Ein perfekter Anlass, um über Aberglauben zu sprechen. Und wo landen wir? Bei der Frage, ob, wie, wann oder warum wir Glück herstellen wollen oder möchten. Oder eben auch nicht. Denn: Aberglaube versucht in erster Linie, Glück herzustellen, beziehungsweise Unglück abzuwenden. Und natürlich landen wir auch wieder bei dem guten alten Aristoteles. Und der Eudaimonia - den guten Dämonen. Und bei Selbsterhellung. Eine kleine Reise ins Glück - oder das, was wir darunter verstehen.

Und weil wir - verflixte Folge 13! - auch noch vergessen haben euch zu sagen, wie und wo ihr uns erreichen könnt, reichen wir das hier nach: Schickt uns euer Feedback gerne via Twitter (@WDDD_Podcast), Facebook, E-Mail (nora (at) wasdenkstdudenn.de oder rita (at) wasdenkstdudenn.de) - und auch im Sendegate sind schon Nachrichten an uns gelandet. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

Gib dir die Weckschelle!

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Eine Haltung zu haben, ist gar nicht so einfach. Schon allein körperlich nicht. Aber wie gelangen wir zu einer Haltung? Und wie verwandeln wir Wissen in Taten? Denn mal ehrlich: Jeder von uns weiß, dass Pappbecher nicht so doll gut für die Umwelt sind. Das veranlasst aber trotzdem längst keinen hysterischen Run auf wiederverwendbare Alternativen. Also was hindert uns? Warum lassen wir Gedanken nicht Taten folgen? Und wann tun wir das? Eine Reise vom platonischen Höhlengleichnis zu den Umweltsünden des Alltags.

Geruch ist Anwesenheit

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Es ist Sommer und ja - es stinkt! Manchmal zumindest. Zum Beispiel in der U-Bahn. Nach menschlichen Ausdünstungen. Oder nach Parfüm, um eben diese zu überdecken. Und ob wir wollen oder nicht - wir nehmen das wahr. Ritas Nachbar benutzt Parfüm zur biologischen Kriegsführung. Gegen Wühlmäuse. Von der Geruchsprobe, die Rita auf ihrer Hand hatte, war sie allerdings nur mäßig begeistert. Ihr seht schon - zu Gerüchen haben wir ein sehr emotionales Verhältnis. Woher das kommt, ob es eine Verpflichtung zur Hygiene gibt und wie wir nett sagen können: Du stinkst! - darüber sprechen wir in dieser Episode.

Passivisch grundgetönte Aktivität

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Vielleicht geht es euch ähnlich: Wir leben in wirren Zeiten. Und viele Fragen sich gerade: Muss ich da eigentlich was machen? Muss ich aktiv werden? Nicht wenige Menschen beantworten diese Frage gerade mit: JA! Aber was ist mit denen, die keinen Bock haben auf Aktion? Müssten die nicht - nach aktueller Erkenntnislage - auch aktiv werden wollen? Müssen wir alle wollen - um es mal mit "Wir sind Helden" zu sagen? Oder nehmen wir "Die Ärzte: "Es ist nicht deine Schuld, wenn die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!"
Wir sprechen über die Verpflichtung zur Aktivität, die bewusste Entscheidung zu Passivität, unsere Ahnungslosigkeit, wenn es um bestimmte Entscheidungen geht und die Basis: Beratung, Austausch und Kommunikation.

(K)ein Urlaub in Vulgarien

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Achtung! Dieser Podcast enthält ganz explizit sehr explizite Beleidigungen! Aber wir müssen halt mal drüber reden. Und das Schöne: Beim Thema Schimpfen und Beleidigen sind wir zwei, Rita und Nora, wirklich sehr verschieden. Ich, Nora, bin da eher impulsiv und - ja, ich muss es wohl so sagen - vulgär. Und Rita hat da weniger den Hang zum Beleidigen. Aber warum machen wir das? Warum beleidigen wir und vor allem, warum benutzen wir dabei völlig unreflektiert Worte, die wir in einem ausgeglichenen Gemütszustand niemals verwenden würden? Für Rita übrigens ganz wichtig beim Thema beleidigen und beschimpfen: Wenn dann bitte kontextbasiert und korrekt! Ein großer Spaß mit Raum für Kreativität. Ach, bei der Gelegenheit: Schickt uns doch gerne eure kreativsten Schimpfworte via Mail oder Twitter. Von Rita habe ich im Nachgang noch folgendes gelernt: "Phallogozentristenarsch" - eine schön feminismuszentrierte Beleidigung ;)

Über diesen Podcast

Wo ist die Schamgrenze - zum Beispiel in der Sauna? Wie läuft das mit Schuld und Entschuldigung? Und darf ich eigentlich die politische und moralische Haltung von jemandem in Frage stellen? Rita Molzberger und Nora Hespers stellen sich all diese Fragen und diskutieren. Mal mehr mal weniger fachlich, aber immer auf der Suche nach Erkenntnisgewinn. Klingt bierernst, ist aber mitunter ganz schön witzig. Denn erst mal gibt es keine Denkverbote. Wir umkreisen Themen, decken auf, fragen nach, stellen Vermutungen an, sind uns oft einig - aber lernen immer wieder auch was Neues dazu. Wir haben einfach Spaß daran, laut zu denken. Denkt doch einfach 'n bisschen mit!

von und mit Nora Hespers und Rita Molzberger

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