Denken und Sport haben mehr gemeinsam als es auf den ersten Blick scheint. Wir üben, experimentieren mit Gedanken, scheitern, finden neue Wege, Perspektiven und Methoden. Dieser Gesprächspodcast ist quasi eine Art geistige Sparringeinheit. Wir bewegen unsere Gedanken miteinander, testen aus, gelangen - im besten Fall - zu neuen Erkenntnissen und sind danach bestenfalls angenehm erschöpft.

Die Philosophin Rita Molzberger und die Journalistin Nora Hespers sprechen in diesem Podcast über die Welt, in der wir leben. Alltäglich, nah, bodenständig - und meist mit einer Prise Humor. Wir üben darin gemeinsam, wie gutes Leben gelingen kann - miteinander und für möglichst viele Menschen.

Eiernde Menschen

Shownotes

Für viele Menschen gehört die Nutzung von KI oder besser gesagt LLMs wie ChatGPT zum Alltag. Dabei stellen sie oft auch Fragen, die helfen sollen, Orientierung zu finden. Dahinter steckt ein inneres Bedürfnis nach Halt, vermuten Rita und Nora. Wie können wir dem begegnen? Und unter welchen Bedingungen wird die Beantwortung des Bedürfnisses an kommerzielle Anbieter abgegeben? Darum geht's in dieser Folge "Was denkst du denn?".

Ritas Literaturliste:

  • Anders, Günther (1956): Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution. München: C.H. Beck.
  • Fassauer, Gabriele (2008): Subjektive Identität, Anerkennung und Anomie. In: Dies.: Arbeitsleistung, Identität und Markt. Eine Analyse marktförmiger Leistungssteuerung in Arbeitsorganisationen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 25-82.
  • Fink, Eugen (2018): Sein, Wahrheit, Welt. Freiburg, München: Verlag Karl Alber. [Orig. 1958]
  • Gehlen, Arnold (1957): Die Seele im technischen Zeitalter. Hamburg: Rowohlt.
  • Jaeggi, Rahel (2014): Kritik von Lebensformen. Berlin: Suhrkamp.
  • Moor, Paul (1952): Zur Psychologie und Pädagogik des inneren Haltes. In: Psyche 6, Nr. 2, S. 144–145.
  • Nietzsche, Friedrich (2019): Jenseits von Gut und Böse. Zur Genealogie der Moral. München: dtv. [Orig. 1886]
  • Plessner, Helmuth (2003): Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie. In: Gesammelte Schriften, Band IV. Frankfurt/Main: Suhrkamp. [Orig. 1928]
  • Reckwitz, Andreas (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Berlin: Suhrkamp.
  • Reckwitz, Andreas (2024): Verlust. Ein Grundproblem der Moderne. Berlin: Suhrkamp.
  • ZDF Doku: 37 Grad - Befreundet mit einer KI

Noras Linkliste:

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00:00:02:

00:00:10: Und herzlich willkommen zu.

00:00:11: Was Denkst Du Denn?

00:00:12: Mein Name ist Nora Hespers.

00:00:14: Ich bin Rita Molzberger

00:00:16: und wir stritten schon im Vorgespräch darüber, wer jetzt eigentlich mit diesem Thema vorangekommen ist...

00:00:22: ...und

00:00:23: wie!

00:00:24: Wissen wir das noch?

00:00:25: Nicht so richtig.

00:00:27: Also ich kam mit KI und du

00:00:29: mit auch Aber anders.

00:00:33: Wir kamen von zwei Seiten, glaube ich

00:00:35: ...

00:00:37: Mich hat beschäftigt, soll ich anfangen?

00:00:39: Ja bitte!

00:00:40: Mich hat das Phänomen beobachtet, dass auch in meinem Bekanntenkreis Menschen sich an der Wand rückversichern bei KI, bei Dingen, von denen sie eigentlich sicher sein könnten, dass die richtigen Entscheidungen treffen.

00:00:53: und ich hatte eine Doku ungefähr zehn Minuten lang gesehen bevor wieder was anderes wichtig war.

00:00:58: Schlimm.

00:01:01: Die heißt Befreundet mit einer KI.

00:01:05: Diese zwei Dinge passen irgendwie vielen so ineinander, mit einem Thema das ich aus akademischen Gründen vorbereitet hatte und was wir beim letzten Mal angesprochen hatten.

00:01:15: Und dann fielen die Puzzleteile im Kopf zusammen weil wir beim Letzten mal über den Mangel an oder ... das Gute an innerem Halt gesprochen haben, aber auch über das Problem, dass man das normativ sehr aufladen kann.

00:01:30: Und für mich fiel das ineinander weil ich dann dachte vielleicht fragt man andauernd Zurückversicherung, weil es da an inneren Halt fehlt?

00:01:39: Das hat aber ja Gründe die nicht nur im Individuum liegen sondern weiter ausgreifen

00:01:46: Das, was ich daran so interessant finde ist dass sich rein zufällig ein Gespräch hatte jetzt letzte Woche.

00:01:53: Also die letzte Woche vor dieser Aufzeichnung und da mir jemand sagte diese Person habe jetzt sehr lang und sehr viel ChatGPT benutzt also es geht ja vor allen Dingen um diese Sprachmodelle, um LLMs und nicht um KI in wissenschaftlichem

00:02:08: Sinne.

00:02:09: Genau!

00:02:10: Und habe das jetzt auch wieder aufgehört oder weniger gemacht und fühle deshalb eine große Verunsicherung.

00:02:17: Man fühlte sich eher versichert, wenn Fragen direkt beantwortet werden konnten.

00:02:24: Dann sind wir in die Diskussion gegangen, weil ich das ja nicht mache.

00:02:28: Ich nutze schon mal Suchmaschinen, die mir algorithmisch Sachen ausspucken, wenn ich Sachen nicht weiß.

00:02:34: Aber ich finde immer gut, sie im Gespräch zu erruieren erstmal sich auch auseinanderzusetzen.

00:02:42: Es gibt ja manchmal Gründe, warum man nicht weiß und ich mag eigentlich sehr gerne im Gespräch mit anderen Leuten auf Dinge kommen bei denen ich dachte wieso weiß ich das nicht?

00:02:52: Und finde es aber eigentlich gut weil wenn ich immer alles weiß habe ich diesen Erkenntnismoment gar nicht den ich wirklich liebe dieses Gehirn Britzen.

00:03:00: Ich mag den Erkenntnesmoment und der geht mir dann so verloren Abstand nehme davon diese Modelle ständig zu nutzen, weil ich gar nicht so viel von meinen Daten da reingeben möchte.

00:03:15: Aber auch nicht möchte das die ganze Zeit.

00:03:17: mein Wissen abgesaugt wird in dieser Form.

00:03:21: Ja also ich habe auch von Kollegen schon gehört dass sie die Dinge trainieren mit ihren eigenen Texten und im eigenen Sprech bleiben sozusagen.

00:03:29: Also eine Art Privatecho-Kammer die ja sinnvoll sein kann um was zu produzieren.

00:03:34: Das ist dann nochmal... Eine andere Sache.

00:03:37: Ich habe viel Verständnis für das Nachschlagen von lexikalischem Wissen, ich habe auch früher immer in dem großen Vierundzwanzig-Bendeding alles nachgeguckt was ich jetzt wissen wollte wenn ich über etwas gestolpert bin, was ich irgendwie interessant fand und wozu ich nichts wusste war es ja im Gespräch mit anderen immer passiert ist.

00:03:57: Gleichzeitig... Ja!

00:04:01: gar nicht so schön, wenn man alles immer sofort zuhanden hat, weil man dann nicht drauf rumdenkt.

00:04:07: Ich verstehe aber wirklich gut, wenn man einfach was nachschlagen will oder wissen will, was das Wort bedeutet.

00:04:13: Wobei die Studierende mir auch rückgemeldet haben.

00:04:15: ich mache mit denen jetzt immer mal Phasen in denen die Geräte außen bleiben und wir einen relativ schwierigen Text lesen und sie merken dass man aus dem Kontext ja auch Dinge erschließen kann oder mich halt fragen kann weil ich werde dafür bezahlt...

00:04:26: Die Rita LLN!

00:04:29: Also auch damit Sie meine Rolle klar haben Warum soll man mich nicht fragen, wenn man das nicht weiß?

00:04:35: Das ist voll in Ordnung.

00:04:36: Und wenn ich es dann halt auch nicht weiss, dann können wir ja immer noch gemeinsam drüber reden.

00:04:40: Also damit mache ich gute Erfahrungen.

00:04:42: Das Problem über das Ich eigentlich gestolpert war jetzt im Eingang zu unserem Gespräch heute Ist dass die Menschen Nicht mehr so nach lexikalischen Wissen suchen In den Latch Language Models sondern nach Orientierungswissen also Fragen Erziehungs-Situationen ab.

00:05:01: Wie soll ich damit mit meinem Kind umgehen?

00:05:04: Oder wie treffe ich eine gute moralische Entscheidung, wie kann ich – weiß ja auch nicht – mit meinem Arbeitgeber Schluss machen oder?

00:05:14: Normals bei mir!

00:05:16: Also Orientierungswissenabtragen und das halte ich für mindestens Mutig.

00:05:24: Es gibt natürlich viel raus und mag auch sein, dass es große Mengen an Wissen zusammenfasst was andere Menschen reingegeben haben.

00:05:35: Aber es ersetzt ja nicht das dialektische Denken.

00:05:39: Das Dialogische schon erst recht nicht.

00:05:41: also fühlt sich an wie ein Dialog aber es ist ja keiner wenn wir ehrlich sind Und da habe ich Schwierigkeiten mit.

00:05:48: Ich hab da zwei Gedanken zu.

00:05:50: der erste Gedanke ist dass ich manchmal das Gefühl habe, es geht um Allverfügbarkeit von Interaktion.

00:05:57: Wir leben in einer Welt, die sehr stressig ist und die uns den Zeit nimmt mit Freunden und Freundinnen auszutauschen und da Orientierung zu finden.

00:06:06: Weil wir sehen was andere machen oder weil wir uns darüber austauschen, wie andere das machen, zu Haltungen kommen?

00:06:13: Ist das gut oder schlecht?

00:06:14: Uns fehlt ja auch die Zeit, alles zu reflektieren.

00:06:16: Wir sind so ein Dauer-Funktionsmodus und Optimierungsmodus.

00:06:22: gut klappt, ohne dass wir experimentieren müssen.

00:06:26: Dann ist das effizient.

00:06:27: Das ist so ein Effizienzdenken.

00:06:29: was dahinter steht?

00:06:30: Was ich wirklich in Erziehungsfragen schwierig finde?

00:06:34: So ein bisschen... Das ist das eine!

00:06:37: Das andere, was sich daran aber wirklich sehr interessant findet und es hat mit Arbeit zu tun.

00:06:42: Ich habe neulich einen Artikel gelesen.

00:06:44: Ich gebe den als Link hier rein.

00:06:47: Da ging es darum, dass in Unternehmenscheidungen nicht mehr getroffen werden.

00:06:51: Warum werden Entscheidungen nicht getroffen?

00:06:53: Weil Führungskräfte um sich zurück zu versichern und auch die Verantwortung von Fehlschlägen zu minimieren ... Die Vorschläge, die sie bekommen aus ihren Arbeitsgruppen, von ihren Mitarbeitenden, in eine KI geben und eine Frage sehr häufig stellen.

00:07:10: Also das sieht ganz gut aus.

00:07:11: aber what's wrong with this?

00:07:13: was stimmt daran nicht?

00:07:15: Und die KI wird immer eine Antwort auf diese Frage finden.

00:07:18: Klar,

00:07:19: Menschen auch!

00:07:19: Also wenn man die halt so stellt?

00:07:22: Genau richtig und das ist aber ein Problem weil es eben den Entscheidungsprozess massiv verzögert, weil man versucht das perfekte Modell zu finden oder dem perfekten Vorschlag zu finden der kein Risiko mehr in sich trägt und sie ständig rückversichert.

00:07:38: und dadurch dass dieses Risiko nicht mehr bereit, das einzugehen werden einfach Entscheidungen nicht mehr getroffen über Monate.

00:07:44: Was dazu führt dass diese Unternehmen stagnieren und ich glaube bisschen ähnlich ist es eben auch so im privaten.

00:07:51: also du willst einfach wissen was könnte schief gehen?

00:07:54: What's wrong with this?

00:07:56: Wo kann ich das optimieren?

00:07:58: wo habe ich ein Maximum an Kontrolle und Perfektion damit auch gar nichts mehr schiefgehen kann?

00:08:04: und Ich verstehe diesen Wunsch.

00:08:07: Aber when to perfect, lieber Gottböse.

00:08:10: Ja genau!

00:08:11: Wir machen demnächst eine Sitzung über das Scheitern haben wir beschlossen in einem Seminar weil die mit mir genau an den Punkt waren und ich gesagt dann heben wir das jetzt mal und machen mal so zweimal neunzig Minuten übers Scheittern und gucken was passiert ist ja spannend.

00:08:24: Das Scheitarn anzugucken lohnt ja in jedem Fall da bin ich mir ziemlich sicher.

00:08:28: der Vorwurf den du formulierst Also den könnte man natürlich auch der Demokratie machen, ne?

00:08:33: Man kommt dann nicht zu Entscheidungen.

00:08:35: Ewig wird rumdiskutiert!

00:08:38: Das ist ja problematisch.

00:08:39: wenn nicht Menschen trotz der Komplexität der Lage irgendwann Entscheidungen treffen und das sollten halt... Menschen tun in dem Fall noch, weil Menschen zusammenleben und es mit- und für andere Menschen Entscheidungen geben muss.

00:08:54: Da finde ich das auch schwierig, dass so auszulagern, weil wir da eine Verantwortungsproblematik kommen.

00:08:59: Das ist natürlich alles nicht so einfach – das ist mir auch klar!

00:09:02: Natürlich sind die Modelle ja Menschen gemacht und da ist menschliche Vernunft drin.

00:09:06: Das ist alles in Ordnung.

00:09:08: Nur dieser Charakter des Übens von Entscheidungsfindung, der geht ein Stück verloren wenn mir allzu schnell abgeben ist mein Gefühl.

00:09:17: Denn es gibt ja ganz gute Modelle auch in der Dialogik und der Philosophie wo deutlich wird dass wir das ein Stück auf mehrere Schultern verteilen müssen alle im selben Boot sitzen bei so einer Entscheidungsfindung, die nötig wird und dann gleichzeitig üben müssen mit unseren Rollen klarzukommen.

00:09:38: Also dass manche Menschen halt gerne Entscheidungen treffen und nach vorne gehen und Vorschläge machen und andere das nicht so gerne tun, dann aber ja zustimmen und nachher nicht sagen können, jaja ne Scheiße weil man hat in der Situation zugestimmt.

00:09:53: und wenn wir das nicht üben und trainieren untereinander miteinander sozial Dann wird das schwieriger in Situationen, wo es dann vielleicht wirklich mal dran ist.

00:10:04: Denn ich kann mir Situationen vorstellen will jetzt hier nicht schwarzmalen aber das kann ja nun auch sein wie weiß ich nicht es sei nur ein Stromausfall oder Ich bin halt mal ohne Geräte unterwegs

00:10:13: und habe

00:10:14: nicht mehr geübt Und das ist schwierig.

00:10:17: Es gibt mittlerweile große finanzierte Forschungsprojekte genau dazu Wie wir sozusagen üben für den Katastrophenfall.

00:10:25: also Klingt zynisch, aber ich glaube schon dass es dran ist das wir demokratische Entscheidungsfindung üben im Kleinen für wenn wir nicht mehr.

00:10:35: verfügbar haben, dass andere für uns entscheiden oder wir Rückhalt finden können in diesen Modellen?

00:10:41: Ich würde gerne von der anderen Seite mal kommen.

00:10:43: Und zwar würde ich Menschen zugute halten, dass sie die KIS fragen weil sie es möglichst gut und möglichst richtig machen wollen.

00:10:52: Das ist das eine und das andere.

00:10:55: Dass man sich eingestehen muss gerade auch zum Beispiel als Eltern, dass man an Verantwortung schwer trägt also der Wunsch es für die Kinder möglichst gut zu machen oder möglichst wenig falsch zu machen, wir erleben.

00:11:10: Weil wir mehr Wissen darüber haben, wie schief Elternschaft gehen kann.

00:11:14: Was das mit Kindern machen kann im Erwachsenenalter?

00:11:18: Wobei es nicht ausschließlich auf Elternschaft zurückzuführen ist ... Beruhigenderweise!

00:11:23: Ja aber ich glaube die Tendenz ist schon da, dass auf sich zurück zu führen weil man sich halt unter Kontrolle hat und die Umstände nicht.

00:11:29: Aber es sind ja häufig auch die Umständer.

00:11:30: also Ich kann ja nur zum gewissen Maß kontrollieren in welchem Umfeld sich mein Kind bewegt.

00:11:34: Also natürlich gibt es Privilegien hier und da.

00:11:38: Die einen können das besser kontrollieren, die anderen sind den Umständen stärker ausgesetzt weil sie weniger Privileg haben und finanzielle Möglichkeiten sich dem zu entziehen.

00:11:47: Aber ich glaube im Grunde ist der Wunsch es gut und besser zu machen.

00:11:52: Und das was ich dann dem entgegensetze ist immer naja aber welchen moralischen Welche moralischen Vorstellungen gibt dir eine KI vor?

00:12:03: Was ist die?

00:12:04: welche Daten liegen dem zugrunde, welche Datenbasis es darin kann.

00:12:08: Können wir davon ausgehen dass die KI das moralisch gute in den Vordergrund stellt oder müssen wir viel mehr davon aus gehen dass KIs einfach kommerzielle Produkte sind aktuell und mit entsprechenden Daten gefüttert sind die uns auch Antworten geben können die wir erstmal nicht so reflektieren die aber verstärkt dafür sorgen, die Abhängigkeiten zu produzieren.

00:12:34: Und ich gehöre ja zu den Menschen, die nicht so gut mit Abhängigkeiten können was nicht heißt dass ich nie in welchem bin.

00:12:41: also Ich bin auch in Abhängigkeit und ich bin auch anfällig für diese suchtriggenden Designs von bestimmten Apps.

00:12:48: Also ohne Frage das nervt mich aber auch dauerhaft und Das ist mittengrund warum ich mich davon Fernhalte zum Beispiel diese LLMs massiv zu nutzen, weil ich diese Abhängigkeit meines Denkens von dem was da eingespeist ist nicht haben möchte.

00:13:06: Oh!

00:13:06: Ich kenne das Gefühl...

00:13:08: Was für mich ist es ähnlich wie Drogen nehmen?

00:13:11: Da möchte ich auch nicht.

00:13:13: Also zusätzlich abhängig machen, wo man eh schon Schlaf und Nahrung und andere Leute braucht.

00:13:18: Aber das mit den anderen Leuten ist aber auch ein neuralgischer Punkt, den wir ja zusehends vereinzelt haben.

00:13:28: Wir wissen dass wir andere brauchen.

00:13:29: gleichzeitig ist der Alltag von vielen wirklich eher isoliert Und das führt auch dazu, dass man wie du sagst und versucht es als Einzelpersonen richtig zu machen.

00:13:42: Und das ist schwierig, dass ... Das ist nahezu

00:13:45: unmöglich!

00:13:46: Und da war ja auch mein Anhaltepunkt bei diesem Gedanken des inneren Hals.

00:13:51: Den kann man sich kaum als eine isolierte Innenressource vorstellen, die man hat oder nicht hat.

00:13:56: Das ist kein Container von selbst hergestellten Dingen, die so kann und wo man in sich ruht.

00:14:02: Wir neigen dazu das zu denken weil wir Individualdenken, weil wir in Ressourcen denken und den Kompetenzen und immer dem Individuum zuschreiben.

00:14:12: Aber das wäre auch an der Stelle, finde ich zynisch.

00:14:16: Weil wir dabei übersehen was alles an vorreflexiven sozialen Dingen in uns geflossen ist um sowas... wie ein Selbstbezug überhaupt zu haben.

00:14:27: Der ist immer schon relational, das heißt auch um mich gehalten zu fühlen habe ich immer schon andere gebraucht, hab' ich die Welt gebraucht und dass jetzt aus mir selbst herstellen zu wollen ist ein zu großer Anspruch und mir dann irgendwie sozusagen Hilfe zu holen bei einer Wolke von Meinungen anderer des übt nicht gemeinsam mit den anderen nach vernünftigen Entscheidungen zu fragen.

00:14:53: Vor dem Hintergrund finde ich ganz spannend, mir so diese bindungsorientierte Erziehung anzugucken.

00:14:58: Ich weiß das ist ein Pain on the Earth aber es gibt ja Aspekte daran die wir auch gut finden und da geht es ja darum zum Beispiel Emotionen zu begleiten in Raum zu geben das zu lassen um Resilienz einzüben was nicht heißt dass wir keine Emotionen mehr haben, sondern dass wir sicher sind im Umgang mit unseren Emotion und eben nicht verunsichert.

00:15:20: So dass wir wissen diese Emotion kann gewaltig sein aber sie ist nicht gefährlich so nicht für mich und nicht für andere das ist ja ganz wichtig.

00:15:28: und dass wir das sozusagen versuchen bei Kindern zu etablieren und uns aber nicht zugestehen ist ja ein wirklich unfassbar interessanter Widerspruch.

00:15:38: also Das hat man das Kind mit dem Wad ausgeführte, nur pädagogisch zu bleiben.

00:15:45: Weil wenn dann das gerne zusammenbindet auch mit Bedürfnisorientierungen und da nur das Bedürfen ist anderer Personen in den Blick nimmt und nicht dass man eigentlich recht selber auch eine bedürftige Person ist und so, dass mit der Bindungsorientierung ist klar Also Menschen brauchen Bindung.

00:16:01: Das ist auch gut, wenn sie gehört werden und ihre Emotionen begleitet werden.

00:16:04: Die Theorie hat ein paar Bugs.

00:16:07: Ja!

00:16:08: Sie bedient sich wirklich bei ganz vielen anderen Theorien an.

00:16:12: Und sie ist nicht so offen für den... Kultur relativistischen Blick auf sie selbst, finde ich.

00:16:20: Also dass wir das jetzt hier super wichtig finden hat auch Gründe und es ist anderswo vielleicht nicht so wichtig ist da drauf zu gucken.

00:16:27: Das könnte man dann in der Fußnote noch mit dazusagen aber so klammert zu.

00:16:31: natürlich ist das wichtig.

00:16:33: Ich greif mir ja etwas raus was irgendwie für diesen Kontext passt und wo ich denke naja Das wäre schon auch wichtig, dass wir zum Beispiel nach eigenen Bedürfnissen fragen.

00:16:44: Nein das ist ja das was du sagst.

00:16:45: und was ich ja auch sage ist hinter dieser Nutzung und hinter diesem Bedürftnis nach Orientierung steckt ja eigentlich ein ganz... also das Bedürfenes nach Orientierungen und Sicherheit.

00:16:55: Und

00:16:55: das ist total legitim und gut, dass Wir das noch haben wenn es uns scheißegal wäre und wir einfach irgendwelche Entscheidungen treffen weil Entscheidungen getroffen werden sollen.

00:17:04: Das ist natürlich auch Blödsinn und viel für die Welt.

00:17:07: jetzt nicht in bessere Zustände würde ich behaupten, also dass man sich daraufhin ausrichtet gute Entscheidungen treffen zu wollen oder auch mal zu fragen what's wrong with it.

00:17:17: Also einen kritischen Blick auf die Welt zu haben ist total vernünftig.

00:17:21: Ich glaube auch wenn man das ergänzend benutzt es alles fein.

00:17:24: nur wenn das unsere Sozialität ausmacht ganz wesentlich aus macht und ersetzt Dann denke ich, wir übersehen dabei halt schnell was.

00:17:34: Weil wir so damit beschäftigt sind uns sozusagen zu zentrieren im ständigen Fragen um... Ja, inneren Halt.

00:17:43: Dass wir nicht sehen dass die äußeren Umstände, die äusseren Haltefaktoren vielleicht beschissen sind.

00:17:50: Sozialpolitisch zum Beispiel bräuchte man sowas wie Verlässlichkeit Man bräuche mit einem Hallo an Axel Hornet Anerkennung in den Netzwerken Man brächte einfach gute soziale Formen in denen wir leben können Und das wird sichtbar am Gratmesser von Teilhabe, also Teilhaben, Teilgeben, Teilsein.

00:18:15: Wenn viele Menschen vereinzelt vor sich hin fragen wie soll ich mein Kind erzählen?

00:18:21: Was soll ich mit der Arbeit machen?

00:18:23: und so...

00:18:25: meiner Meinung

00:18:26: nach eine Art Lackmus-Test für sozialpolitische Belange und da werde ich halt nervös.

00:18:31: Ja, ich werde an zwei Stellen nervös!

00:18:33: Ich werde zum Beispiel an der Einstelle werde ich nervös dass vielen Leuten einfach gar nicht bewusst ist wen sie da abfragen und wie geantwortet wird.

00:18:41: Also, dass LLMs wirklich nur Wahrscheinlichkeiten zusammenrechnen und gar nicht irgendwie durchdachte- und reflektierte Antworten geben sondern nach Wahrscheinlichkeit suchen.

00:18:51: Dass diese Wahrscheinlichheiten je stärker ich interagiere

00:18:54: auch

00:18:55: häufig auf mich als Persönlichkeit zugeschnitten werden.

00:18:58: das heißt die KI oder die LLM lernt wer ich bin welcher Antwort nicht gut finde und welche Antwort nicht schlecht finde mehr mich bestärken.

00:19:07: Also es gibt da keine Irritation, mehr kein Hinterfragen und natürlich wiegt mich das in Sicherheit aber das ist eine Sicherheit der gegenüber ich sehr misstrauisch bin.

00:19:17: also ich bin sehr mistrauisch dagegen wenn ich Sachen zurückbekomme auch im Journalistischen und da wird keine Frage dran gestellt.

00:19:24: Ich bin auch beleidigt weil mir jemand Fragen stellt weil ich denke natürlich habe ich das auch nicht recherchiert.

00:19:31: Ja ich hab so ein inneres BWWW dann muss ich amativ Luft holen wirklich wieder klarmachen, nein ich finde die das fragen gut.

00:19:39: Ich finde auch gut dass ich hinterfragt werde.

00:19:41: Ich möchte hinterfragt werden und ich möchte auch kritisiert werden.

00:19:45: also ich möchte nicht kritisieren.

00:19:46: nach dem Grunde ist es sehr gut dass sich auch kritisiert wird, dass ich da durchgezwungen werde das nochmal zu denken.

00:19:53: und ja das macht Arbeit und ja es ist unfassbar nervig.

00:19:57: aber ich habe mich dazu entschieden und das war wirklich... Also das war ein Reflexionsprozess und das muss ich sehr bewusst machen weil ich immer noch das wer wer wer hinten drin hab

00:20:04: darf ja auch bleiben.

00:20:05: Das, ja ... Nee, ihr könnt auch ehrlich gesagt das ist immer anstrengend.

00:20:09: Wir wär erst mal wieder nicht sagen, ich hab dich gehört aber du setzt dich jetzt bitte dahin, atmest einmal durch, nehmt dir ein Keks und wir schauen uns es trotzdem an.

00:20:18: So, das ist eine Anstrengung die ich da machen muss.

00:20:22: Aber im Prinzip versuche ich stärker wertschätzend mit Kritik umzugehen, mit Widerspruch umzugehnen weil dass Ein rares Gut wird tatsächlich in dem Moment, wo wir nur noch diese selbstbezüglichen Gespräche mit etwas führen.

00:20:38: Das uns permanent bestätigt und honig ums Maus so schmiert!

00:20:44: könnte man ja sagen, dann prompt doch anders.

00:20:47: oder stell dir das Ding ein so dass es nicht halluciniert.

00:20:51: Dann kann man ja Gratmesser einstellen.

00:20:53: oder man kann sagen geh besonders kritisch mit mir um.

00:20:57: Dann lernt es halt, dass du jemand bist der ist gerne kritisch hat und stellt dann die richtigen kritischen Fragen.

00:21:03: Es ist halt einerseits kann man sagen, die Weisheit von ganz vielen.

00:21:09: Das ist ja das Proargument, dass man mit sovielen könntest du gar nicht reden, dass du da deine ganze Kritik kriegen könntest.

00:21:16: und andererseits sind diese Anpassungsmechanismen schwierig finde ich weil das ist was Menschen nicht tun würden.

00:21:22: Die beharren ja sehr sehr ärgerlicherweise auf ihren Werthaltungen und Meinungen auch da wo sie irrational sind.

00:21:30: Dass man da auch nicht lernt!

00:21:32: Das meinte ich eben mit den verschiedenen Rollen in Entscheidungsfindungssituationen.

00:21:36: Die sind relativ stabil.

00:21:39: Bis man mal so ein Habitus umgelernt hat, das dauert für ... Das dauert halt fürs Latch-Language-Model keine Sekunde wesentlich weniger als das.

00:21:48: Aber bei Menschen stößt man auf Widerstände die ... andere Art sind, vielleicht einfach das.

00:21:54: Also dass wir sein können emotional leiblich auch also dass sie sich einem in den Weg stellen und sich groß machen und so.

00:22:02: oder man kann dran wachsen, man kann es auch einschüchtern finden und scheiße aber wenn man komplett auf leibliche Interaktionen verzichtet und nicht so viel mit anderen ist... Das macht was!

00:22:13: Ich weiß gar ich will's gar nicht werten aber es macht einen großen Unterschiedes habe ich jetzt nach mehreren Monaten online Lehre festgestellt.

00:22:20: Die Präsenzveranstaltungen sind de facto ganz anders, obwohl mit den gleichen Menschen als die Online-Veranstaltung.

00:22:29: Obwohl da reale Menschen sitzen, die ich ja auch zumindest bis zur Gürtelinie sehe.

00:22:36: Bei der Hitze war es ganz gut.

00:22:37: das ist nicht

00:22:39: ... Wir waren noch alle... Ich glaube wenn wir die Kameras auf die Füße gerichtet hätten wären sehr viele Spülschüsseln mit keinem Wasser zu sehen.

00:22:48: Und zu T-Shwinty bei Laktoren.

00:22:50: Ja, klar!

00:22:51: Da kann man auch mit spielen und es macht ja Spaß, ne?

00:22:53: Wenn ich entscheide... Die denken, ich wäre so clean und im Büro weil der Hintergrund so perfekt eingerichtet ist.

00:22:59: und ich ihnen ehrlich sage also heute Morgen war schon Zuhause Internetausfall und ich muss zu Juana-Sin fahren und den Guggenrouter einstecken und gucken sie mal wie's bei mir aussieht und mache kurz den virtuellen Hintergrund aus.

00:23:09: dann ist sofort andere Stimmung in dem virtualen Raum Weil das eine Form ist sich nochmal vulnerabel zu zeigen und das ist glaube ich einen Punkt Arabilität zu zeigen im Leiblichen, im Dialogischen als Menschen miteinander zu sein die miteinander scheitern.

00:23:24: Das ist einfach eine andere Erfahrung es ein anderer Erfahrungsraum als der wenn ich frage hey sag mir mal wie könnte ich das gut machen?

00:23:34: Ich glaube schon dass sie beiden sich gut ergänzen können und dass man da naiv bleibt.

00:23:40: ja ich auch.

00:23:42: also ich benutze das auch sehr selten wie mir gespielt wurde.

00:23:46: Brauchst du überhaupt keine Token?

00:23:48: Doch, doch!

00:23:50: Aber ja ich bestehe darauf dass das zwei verschiedene Erfahrungsräume sind und dass wir in dem einen was anderes lernen und anders miteinander umgehen als in einem anderen.

00:24:00: Wenn wir das gut ergänzend machen alles fein aber Ich habe deutlich den Eindruck dass wir Wie gesagt verlernen das ist auch große Das ganze Umgebende Prozesse gibt, die wir aus dem Blick verlieren.

00:24:16: Wenn wir nur auf die direkten Interaktionen gucken sowohl wenn wir nur mit Privatmenschen umgehen als auch wenn wir Nur Frage Antwort Frage Antwort machen und das ist mir wichtig.

00:24:25: also dieser innere Halt der vielleicht gesucht wird Der liegt wesentlich an Faktoren des äußeren heils Und wenn die erodieren wird es schwierig.

00:24:33: Das kann ich auch nicht alleine wieder herstellen

00:24:35: So wie ich habe jetzt tatsächlich nochmal ein

00:24:39: etwas

00:24:39: systematischeren Ansatz nämlich für welchen Preis wir den inneren Halt dann erkaufen.

00:24:46: Denn auch Suchmaschinen, also ich benutze das ja beruflich sehr viel und lese da auch sehr viele und falle in das ein oder andere Rabbit Hole.

00:24:55: aber neueste Studien zeigen zum Beispiel dass Google durch den Einsatz von AI KI deutlich mehr Ressourcen verbraucht, deutlich mehr Datenressourcen damit deutlich mehr zur Erderhitzung beiträgt.

00:25:09: Dazu deutlich mehr Wasser verbrauchten.

00:25:10: wir haben gerade eine Hitzewelle hinter uns die ihresgleichen sucht nämlich im Juni als wenn die Sonne im Zenith steht und es wirklich die meisten Sonnenstunden auf auch Dachgeschosswohnungen brät so dass du gar nicht mehr zur Kühlung kommt.

00:25:25: Das hat Langzeitfolgen, die wir alle gemerkt haben.

00:25:28: also viele sind immer noch sehr müde und die nächste Hitzebälle ist gerade schon dabei uns zu erreichen.

00:25:36: Und da muss ich sagen okay was lassen wir uns eigentlich diese Selbstversicherung kosten?

00:25:42: Die dahinter steckt?

00:25:43: und das könnten wir mit sehr viel weniger Ressourcen haben zumal Gerade jetzt wie in einer Zeit sind in der wir stärker auf gesellschaftliche... Unterstützung angewiesen sind.

00:25:57: Das haben wir auch gemerkt.

00:25:58: während der Schwelle, es gibt ja verschiedenste Beispiele zum Beispiel ist ein Zug im Regionalexpress liegen geblieben mitten auf offener Strecke mit dreihundert Leuten bei Bullenhitze und ohne Klimaanlage.

00:26:08: Und dann sind die Menschen aus der Umgebung gekommen und haben die Leute mit Wasser versorgt und mit Essen weil natürlich das Bahnpersonal nicht genug Ressourcen an Bord hat und im Regional-Express ja ohnehin kein Boardpistro ist.

00:26:19: also dass es passiert und da waren Leute sehr bereit will ich in Leipzig wird Bitumen von entschieden gekratzt, damit die Stadtbahn wieder fahren kann.

00:26:26: Auch das ist ein solidarischer Akt mehrer Menschen und wir bezahlen das ja alles und alle ob wir wollen oder nicht.

00:26:35: also die einen können sich raus kaufen indem sie dann irgendwie gut klimatisierte Gebäude haben usw.

00:26:39: So fort.

00:26:40: so also dieses erodieren des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des gestschaftlichen Austausches, dass Auslagern an Maschinen kostet

00:26:51: und zwar

00:26:51: richtig viel.

00:26:52: Ja, das hat auch in der sociologischen Theorie seinen Anhalt.

00:26:59: Von Reckwitz gab es zuerst die Gesellschaft der Singularitäten und wenige Jahre danach jetzt Verlust weil genau das ja der Punkt ist.

00:27:07: wir setzen immer noch auf Dinge, die wir aus einer Wachstumsgesellschaft als richtig setzen aber Da sind wir nicht mehr.

00:27:15: Wir können das nicht alles so mit vollen Händen ausgeben, es kostet sehr viel.

00:27:22: und was einen natürlich hoffnungsfroh stimmt ist dass in so leichten Katastrophenfällen jetzt die Regionalbahn oder so, das ist ja noch nix wo... Menschenliches Leben direkt bedroht ist.

00:27:33: Wobei, auch da kann man nicht... Ich wollte trotzdem

00:27:35: sagen wir haben... ...wenn die Menschen

00:27:36: sitzen, die dehydrieren und Diabetiker innen sind und alles Mögliche.

00:27:38: Genau!

00:27:39: Und das gar während dieser Hitzewelle auch eine Übersterblichkeit?

00:27:42: Ja

00:27:43: genau also da sehen wir ja dass Menschen bereit sind zu helfen und dass denen das auch gut tut.

00:27:48: Das hat auch im Ahrtal sehr deutlich die Forschung die es aufgearbeitet hat gezeigt.

00:27:54: Menschen sind nicht nur bereit sondern sogar guten Willens und nachher besser drauf als vor.

00:28:01: Wenn sie anderen geholfen haben, wenn sie die Möglichkeit hatten sich einzubringen und sozial zu sein selbst wenn das nur punktuell ist.

00:28:07: Es gibt Leute für dieses Ehrenamt total cool die machen jede Woche viele Stunden.

00:28:12: es gibt aber auch spontan Helfende die dann einfach da sind.

00:28:15: Und warum machen wir da nicht was draus dass das Menschen gut tut?

00:28:20: Das ist ja offensichtlich eine Ressource.

00:28:23: dass wir das mögen und wollen, schon Kinder wollen helfen.

00:28:27: Das weiß die Pädagogik auch schon lange.

00:28:29: also sie wollen einerseits in ihren Bedürfnissen gehört werden aber ein Bedürftnis ist auch selber was machen zu dürfen.

00:28:35: Also nicht irgendwie wie wird das gerne den Arsch nachgetragen zu kriegen?

00:28:40: Das ist nicht bedürfnisorientiert sondern sie mitmachen zu lassen.

00:28:44: so sagen könntest du mal eben das wäre super als ich rede nicht von Kinderarbeit.

00:28:47: ne das ist etwas anderes.

00:28:49: Aber das meine ich, dass wir auf die äußeren Strukturen gucken.

00:28:52: Auf die Kosten, die es hat, auf die politischen Implikationen auch auf die sociologischen Zusammenhänge.

00:28:57: wer bezieht welche Position im sozialen Raum?

00:29:00: warum eigentlich?

00:29:01: wie teuer ist das?

00:29:02: Dass man da und da ist und nicht woanders?

00:29:04: Und dann geht es ein Stück weg von dem Postulat.

00:29:08: Wir müssen das alles alleine schaffen.

00:29:11: Das ist unrealistisch.

00:29:12: Wir schaffen keinen inneren Halt erst recht nicht, wenn da außen die Welt so heiß ist.

00:29:17: Das ist schwierig!

00:29:19: Dann sollten wir das miteinander versuchen?

00:29:21: Ja ja, wir könnten auch danach fragen warum zum Beispiel... Also ich beobachte das vor allen Dingen bei Eltern, dass sie sich da häufig Unterstützung suchen und wir könnten natürlich fragen Warum ist es bei Eltern so?

00:29:32: wie sieht eigentlich unsere Betreuungssituation aus?

00:29:34: Wie sieht die Belastungssituation aus?

00:29:36: Ich kann...

00:29:36: Ja geht's so!

00:29:38: Sieht die aus?

00:29:39: Ja, nein.

00:29:40: Aber das klingt so banal aber ich glaube es hat ganz viel damit zu tun dass es eben eine unfassbare Überlastung gibt in Ich kann nicht gleichzeitig Lohnarbeit machen und irgendwie zwei manchmal drei oder vier Kinder organisieren parallel In einer Zeit in der Betreuung.

00:29:59: nicht gesichert ist übrigens auch und gerade während dieser Hitzewelle wo die Kinder früher aus der Schule kommen Du, dass Rita knackt mit ihrem

00:30:09: Nacken.

00:30:13: Ich steuere gerade Salz in die Wunde.

00:30:16: Aber das ist ja ... ich kann total nachvollziehen, dass dann auch nach schnellen Lösungen gesucht wird.

00:30:22: und wenn das eben die Frage ist, welches Schwimmbad hat eigentlich geradeaus?

00:30:26: Weil das in Köln auch nicht so einfach eine Steuer eins geschlossen ist!

00:30:32: Es gibt viele strukturelle Gründe, die dazu führen, dass Menschen nach Antworten suchen.

00:30:37: Die sie im Strukturellen halt nicht finden und die zu Überlastung führen.

00:30:41: Je überlasseter du bist, desto weniger resilient bist du ja auch wenn es um Unsicherheiten gibt.

00:30:47: also ich kann unsicherheiten gut aushalten Wenn ich das Gefühl habe Ich bin finanziell einigermaßen abgesichert.

00:30:53: Ich kann das irgendwie flexibel handhaben oder so.

00:30:56: Dann kann ich auch mal über eine zeit von Unsicherheit ganz gut hinwegkommen.

00:31:01: Das fühlt sich nicht schön an ohne Frage, aber das kann man aushalten!

00:31:05: Das ist aber nicht mehr aushaltbar wenn es dich so unter Druck setzt dass du gar nicht mehr weißt wann soll ich denn eigentlich noch essen und schlafen?

00:31:13: Und das ist nicht utopisch sondern das ist völlig realistisch.

00:31:16: Ja

00:31:16: und für viele Menschen eben überhaupt keine Möglichkeit in der Ressourcenlage zu... zu suchen nach Antworten.

00:31:25: Es ist einfach nicht vorhanden und fertig aus.

00:31:27: Kommen

00:31:27: wir setzen uns heute Abend mal zusammen und diskutieren das.

00:31:32: Ja genau, so gegen zwei Uhr dreißig.

00:31:36: Nein aber das ist ja genau das was fehlt.

00:31:39: also diese Möglichkeiten sind halt gering.

00:31:43: Deswegen sage ich ja dass es auf den einzelnen Abzuwälzen so zynisch.

00:31:48: Am Ende ist es dann so, dass wir es sozial irgendwie auffangen und die Kinder eine Stunde da spielen.

00:31:55: Und danach dahin und in den Stunden wird hektisch irgendwie Lohnarbeit nachgeholt wo das denn überhaupt geht oder so.

00:32:02: also wirklich naja klammer zu.

00:32:05: was mich an dem Punkt noch viel mehr kriegt, ist dass einem dann immer auch gespiegelt wird.

00:32:11: Ja gut aber Belastung gibt es immer und du bist ja immer noch so privilegiert das stimmt.

00:32:17: natürlich bin ich noch super privilegierend was das angeht.

00:32:20: das heißt aber auch dass ich für Menschen die da weniger privilegieren sind mitmache weil Natürlich deren Kinder dann mit Betreuung.

00:32:29: Also anders wäre ja wohl auch irgendwie gemein und natürlich meine Arbeit wirklich in die Nacht verlege, um zu sehen ... sehr wenig Schlaf irgendwie über die Runden komme.

00:32:42: Aber okay, jetzt ist es ja so dass wir diese aktuellen Diagnosen haben und damit leben müssen.

00:32:49: im Moment da suchen wir jetzt gerade Lösungen für.

00:32:51: also da finden wir leider überall in der Theorie auch Die gleichen Diagnosen, insbesondere wie gesagt soziologisch.

00:32:59: Wir sagen da geht es um das Problem der Singularitäten und dass wir keine Wachstumsgesellschaft mehr sind aber immer noch so tun als ob.

00:33:05: Das ist total bescheuert!

00:33:07: Bisschen freutvoller Mehrarbeiten.

00:33:09: Ja,

00:33:10: das wird bestimmt alles.

00:33:12: Richtig Fröhlichkeit glaube ich.

00:33:14: Aber egal.

00:33:14: Manifestieren einfach.

00:33:18: ist meinen Angang natürlich immer, ach dann schau ich mal in meinem Fach was es sich so findet damit ich besser klarkomme.

00:33:26: Lese ich nochmal zwei drei Bücher dann geht's besser?

00:33:28: Wann

00:33:29: eigentlich?!

00:33:32: Da muss der PDF drauf machen, dann kann das Ladschlägen mit Spollen lassen.

00:33:35: Kannst du dir

00:33:35: zusammenfassen?

00:33:36: Funktioniert

00:33:37: nicht.

00:33:38: mit den Büchern die ich so rezipierrot werde es nicht.

00:33:41: Also habe ich geschaut wo ich denn Position finde auch um hier was anzubieten was über die berechtigte Klage hinausgeht Und war nicht nur bei dieser Theorie des inneren Hals, die wir ja schon auf links gezogen haben und gesagt haben, naja, das ergibt nur Sinn wenn man es koppelt mit Fragen des äußeren Hals.

00:34:02: Sondern ich hab mal bei anthropologischen Position vor allen Dingen geguckt weil da steht zwar nicht halt drauf aber letztlich geht's darum glaube ich auch im Existenzialismus dass man sich so geworfen fühlt Und ich denke, man fällt ins Nichts.

00:34:17: und hier der Dali, der Druck, der da liegt.

00:34:19: So ins Nicht zu fallen.

00:34:21: Das kann eine große Freiheit sein ist aber auch ein riesiger Druck, da irgendwie selbst was herstellen zu sollen, was einen fängt.

00:34:31: Der Klassiker dazu ist bei Plessner zu finden, er sagt Menschen sind dem Wesen nach eigentlich exzentrisch positioniert also... aus einem Zentrum heraus, wie Eiern im Prinzip.

00:34:44: So hab ich's mir immer erklärt?

00:34:45: Menschen sind

00:34:46: Eier!

00:34:49: Das ist ein schöner Titel für dich.

00:34:52: Menschen-Eiern.

00:34:55: Auch ohne Eier.

00:34:57: Doch es haben ja alle.

00:34:58: Ja,

00:35:00: irgendwann hab' ich bald keine mehr.

00:35:03: Das wird schön, freu ich mich schon drauf.

00:35:06: Auch das ist Eiern?

00:35:08: Können

00:35:09: wir da einmal das Rabbit Hole aufmachen und fragen, warum man sagt ... Da hat die Eier nicht, wo ich denke, Eier sind doch... Also wenn man das ein bisschen zu hart anfasst, dann tut das voll weh.

00:35:20: oder warum sagt man eigentlich

00:35:21: so viel?

00:35:21: Na ja, vor allen Dingen kochern.

00:35:24: Ist auch voll vulnerabel.

00:35:25: Egal!

00:35:25: Ovarien.

00:35:27: Exzentrische Ponditionalität.

00:35:29: Kann mal zu.

00:35:30: Genau Und die Position macht sehr stark, dass Menschen sowieso immer in Distanz zu sich sein müssen um sich zu finden.

00:35:38: Also Menschen sind sich selbst ja nun mal eine offene Frage lästigerweise, sie müssen ständig neu beantworten was uns so rausmacht und wo wir hin wollen und all das.

00:35:49: Darin kann aber auch eine Form von Stabilität liegen, dass wir uns halt bewegen und wie so ein Kreisel halt versuchen können.

00:35:57: Genau irgendwie klarzukriegen wo wir jetzt gerade im Zentrum wären, wo die Unwucht ist oder so.

00:36:05: Na ja, sag uns was über Anpassungsfähigkeit?

00:36:08: Also wie brauche... also die Welt entwickelt sich.

00:36:12: auch wenn wir nichts dazu tun, gäbe es umwelttechnische Veränderungen halt nicht in dieser Form.

00:36:18: aber Welt verändert sich.

00:36:20: und wenn das nur Jahreszeiten sind.

00:36:23: Wir können schon ganzjährig zum Beispiel in der Sommerklamotte rumrennen Hat hat Konsequenzen im Winter, wenn es dann unter Null ist.

00:36:30: Das ist nicht so angenehm.

00:36:32: Da

00:36:33: erbringen wir ganz freiwillig eine Anpassungsleistung, weil Anders auch

00:36:37: doof ist.

00:36:37: Ich sag's immer wieder Hotelzwei-Jahreszeiten!

00:36:39: Wir bewegen uns drauf zu, dass die großen Hotels so heißen, falls es sie noch gibt?

00:36:44: Ja

00:36:45: aber selbst ... Aber selbst dann?

00:36:46: Ja ja

00:36:47: klar, wir müssen da schon noch an Passungsleistungen verbringen und tun das ja auch ständig.

00:36:52: Und jetzt kommt der nächste bei Adorno Wäre es ja so, also diese große Frage.

00:36:58: Wie geht denn überhaupt richtiges Leben im falschen?

00:37:00: Gibt's das überhaupt?

00:37:01: Also er ist ja wirklich auf der Seite.

00:37:03: wir sind mit der spätmoderne da gelandet dass es eigentlich nur noch das falsche leben gibt.

00:37:08: Es ist entfremdet.

00:37:09: Das ist durchkapitalisiert.

00:37:10: Es gibt Unterhaltungsindustrie und Menschen sind eigentlich nicht also aufgefangen in ihren Verhältnissen.

00:37:16: was machen wir jetzt damit mit dem falschen Leben?

00:37:19: Und die Dialektik der Aufklärung bedeutet aber auch lass uns das doch ernst nehmen und den Anspruch darauf aus Formulieren, kritisches Denken damit in besonderer Weise zu befeuern.

00:37:29: Wenn wir feststellen es gibt kein richtiges Leben im Falschen müssen wir uns ja trotzdem noch zu diesem Leben verhalten und vielleicht machen wir das dann besonders nachdenklich.

00:37:41: Und ich glaube dass das erklärt warum ich so einen komischen Reflex habe auf dieses Ich frag mal eben Chat GPT.

00:37:54: Wir mögen Menschen widersprechen, auch IT-Menschen die sich gut auskennen.

00:37:58: Aber so wie es die allermeisten Menschen benutzen nämlich unproblematisch als sei das eine Antwort auf ihre Frage da ja ist es glaube ich kein gutes Tool um kritisches Denken zu schärfen.

00:38:12: Ich habe aber gerade noch einen Gedanken zum Thema Anpassungsfähigkeit.

00:38:15: Dass da viele Menschen, weil es ja auch so propagiert wird dieses Nutzen von KI als Anpassung an die moderne Lebensweise verstehen also damit ja auch eine große Anpassensfähigkeit beweisen indem sie Expertinnen darin werden das zu benutzen allerdings ohne zu hinterfragen, was da drinsteckt und unter welchen Bedingungen das funktioniert.

00:38:40: Aber das ist ja eine Anpassungsleistung.

00:38:42: Haben wir auch schon öfter gemacht im Lebensraum?

00:38:44: Genau!

00:38:45: Und dann komme ich aber auch mit Adorno dahin und denke mir so okay, aber wo brauchen wir neben Anpassung auch Widerstandsfähigkeit?

00:38:55: Das war gerade mein Gedanke gewesen.

00:38:57: Auch das ist immer wieder ein Ein Hin und Her, also wo müssen wir anpassen?

00:39:02: Wo müssen wir Widerstandsfähigkeit zeigen.

00:39:04: Und Widerstände, also Widerstandsfähigkeit zu zeigen braucht wieder Energie und Ressource und was.

00:39:11: da sind wir wieder dabei dass wir sagen okay manchmal ist anpassen deutlich leichter und einfacher und handhabbarer als sich zu widersetzen.

00:39:19: Als er widerständig zu sein.

00:39:21: und natürlich kann ich mir das leisten Weil ich schon in bestimmten Dingen mit viel Wissen ausgestattet bin, dann muss ich nicht mehr so viel fragen.

00:39:32: Und trotzdem ... Ja, wenn ich gerade an der Stelle nicht anpassungsfähig das ... Ich sage, ich weiß wie LLM funktionieren.

00:39:40: Ich weiß, wie es gespreist wird und so.

00:39:42: Ich nutze das aber nicht in dem Maße.

00:39:44: Und im Journalismus ist das ein Riesending!

00:39:47: Also wir erleben... Wir haben jetzt grade eine Diskussion hinter uns welche Politikerinnen in Gastbeiträgen, in Zeitungen?

00:39:54: In die journalistischen Publikationen KI-Texte rausgehauen haben.

00:39:59: Was zum Teil wirklich große moralische Fragen aufwirft, vor allen Dingen

00:40:02: z.B.,

00:40:03: wenn es um Erinnerungskultur geht?

00:40:05: Weil das ja etwas ist mit dem wir uns in Person verbinden sollen und wo wir in Person auch zu Ergebnissen und Haltungen kommen sollen weil das geboten ist.

00:40:15: in dem Kontext.

00:40:15: und dann zu sagen ich lagere diese Arbeit aus an eine KI da muss man sagen okay der erkenntnis der innere Erkenntnisprozess Der hat er nicht stattgefunden.

00:40:25: Also, das gibt dann zwar einen guten Text aber es gibt keine innere Erkenntnis.

00:40:29: Ja, Erinnerung ist ein ganz neuralgischer Faktor.

00:40:31: Es tut mir leid, ich muss jetzt nach mehreren Folgen doch noch mal Nietzsche ziehen.

00:40:34: Ich

00:40:36: hab ihn schon vermisst, ehrlich gesagt!

00:40:37: So

00:40:38: in Bezug darauf habe ich wirklich lange drauf rumgedacht weil das so einer seiner Aphorismen ... dass er sagt, ich weiß... getan.

00:40:47: Ich weiß das, ich weiß aber auch dass hätte so nicht sein sollen und da bin ich so lange in einem Missverhältnis bis endlich das Gedächtnis

00:40:54: nachgibt.".

00:40:56: Und wir nicht mehr wissen, dass wir das mal so gemacht haben.

00:40:59: Da übernimmt eine andere Kraft damit wir in Coherenz sind und dann drehen wir deinen Gedanken noch eine Stufe weiter und fragen aber was kostet das?

00:41:08: Das ist auch furchtbar teuer sich anzupassen.

00:41:10: Das heißt nämlich, dass man sich ständig verhält zu den... bei einer Theoretikerin heißt es Anomische Ecken Anerkennungsmuster.

00:41:19: Nämlich Anerkernungsmusta, die gleichzeitig in der totalen Norm und Regellosigkeit stattfinden oder in einer Vielfalt von Normen und Regeln zu, der wir uns verhalten müssen wo es unklare Rollen gibt und nicht erfüllbare Ansprüche gleichzeitig irgendwie Familienleben und Lohnarbeit und so.

00:41:35: Und blockierte Chancen und ein Mangel an Orientierung.

00:41:38: und wir verhalten uns anpassen zu etwas dem man sich nicht anpassen kann ohne kaputtzugehen.

00:41:44: das heißt dass ist auch relativ teuer

00:41:46: ja.

00:41:47: Und gleichzeitig, wenn wir sozusagen vergessen, dann gehen wir möglicherweise auch in die Selbstverleugnung.

00:41:54: Also zu vergessen... Das ist ein niedriges

00:41:56: Punkt ne?

00:41:57: Endlich gibt das Gedächtnis nach.

00:41:58: Oh, endlich kann ich leugnen!

00:42:01: Ja was es manifestiert sich ja dennoch und das merken wir.

00:42:03: also das ist jetzt noch mal ein ganz anderes Thema oder das merke wir wenn wir uns zum Beispiel mit transgenerationalen Traumata beschäftigen.

00:42:10: Also es gibt eine Möglichkeit das zu verleugnen, aber das zahlen die folgenden Generationen.

00:42:15: Weil es wird irgendwann ... Wird es dir wieder vor die Füße fallen?

00:42:18: Es wird dir wieder begegnen wenn ich in deiner Generation dann in der nächsten oder übernächsten.

00:42:23: Aber wir werden das nicht los indem wir's verleugen.

00:42:26: Das ist auch

00:42:27: ein naheliegender Gedanke finde ich.

00:42:29: also das ist ja nicht irgendwie.

00:42:32: man muss Karma nicht denken oder verstehen um zu wissen dass ungelöste Probleme ja von alleine weggehen.

00:42:39: Also beim Mails funktioniert das, irgendwann kann ich das Problem so lange in einen anderen Ort noch verschoben haben bis die Zeit es erledigt hat.

00:42:47: aber schön ist das nicht und erledigte es im engeren Sinne auch nicht.

00:42:52: So ein Stempel erledigen durchliegen lassen.

00:42:55: Hätte ich gerne!

00:42:57: Aber was dahinter steht, ist ja wir wollen ja souverän wirken.

00:43:00: Wir wollen die Situation ja lösen!

00:43:02: Wir sind so darum bemüht dass das zumindest auf der... bei Goffman heißt es Forderbühne und Hinterbühnen, dass das auf der Forder-Bühne irgendwie gut aussieht nach Anerkennung aussieht weil wir diese Anerkernungsverhältnisse brauchen, dass wir noch ganz lange so tun als würde alles ganz prima funktionieren während auf der Hinterbähne strippen gezogen werden dies mir gar nicht mehr erlauben meine Rolle so zu spielen wie ich die spielen wollen würde zumal ich vielleicht gar nicht Rolle spielen würde sondern erst mal nur Alltag leben.

00:43:29: Und was mich entlastet hat in diesem Gedanken ist, dass wir vielleicht um an den Anfang des Gesprächs wieder zurückzukommen wertschätzen sagen dürfen.

00:43:40: ja es ist gut die Frage zu stellen wie würde ich das am besten erledigen finde ich eine Antwort die keine wrongs hat und das ist ganz gut.

00:43:48: aber lebbar wird das erst nach nach meinem Empfinden im Komparativ.

00:43:55: Also wenn ich sage, ich kann es gelingender machen.

00:43:57: Ich kann das besser machen aber nicht bestmöglich machen.

00:43:59: Das schaffe ich nicht!

00:44:00: Also ich kann aus der Problemlage etwas gewinnen und versuchen es etwas besser zu machen in Orientierung auf ein möglichst Bestes.

00:44:08: also dass wir normal tief sind ist glaube ich auch nicht zu leugnen.

00:44:12: Aber wenn das jetzt erstmal nicht gelingt heißt das nicht, dass sich mich der Entscheidung versagen darf?

00:44:17: Das ist ja irgendwie auch zu wenig.

00:44:21: Ich finde es verhindert auch Lernen.

00:44:24: Also wir brauchen natürlich auch sowas wie Fehlerkultur, ich glaube das ist ein großer Mangel... Ich beobachte das zumindest in einer deutschen Gesellschaft.

00:44:33: Ich kann für andere nicht sprechen, aber es ist in dem was wir so haben gibt's einen großen Mangel an Fehlerkultur.

00:44:40: man will nichts falsch gemacht haben.

00:44:42: ich kann das auch historisch total nachvollziehen dass das so ist und gleichzeitig kommen wir so aber ja nicht weiter.

00:44:49: also dann kommt es zu äußern.

00:44:51: also dann wirds eben autoritär wenn man sagt naja hier wird jetzt nicht mehr rumgenorgelt norgler wegtreten ich zitiere Das ist halt autoritär, weil

00:45:04: dann

00:45:05: behandle ich so zu sagen kritikabschläge ich und dann heißt es eben okay wir machen hier keinen Fehler.

00:45:09: Wir können keinen Fehler gemacht haben, weil wir haben ja eine Lösung angeboten und in der Lösung kann kein Fehler liegen.

00:45:15: Und das halte ich für...das ist autoritäer und damit kommen wir halt nicht weiter und zu sagen wir brauchen aber sowas wie Fehlerkultur, wir brauchen Feedback.

00:45:24: schleifen Nicht so schön heiß?

00:45:26: Vielleicht

00:45:26: echte Antworten.

00:45:27: Echte Antwort, finde

00:45:28: ich noch besser als Feedback.

00:45:30: Genau und wir brauchen aber auch ein Bewusstsein dafür.

00:45:33: das ist Perfektion.

00:45:36: also es schöner nachzustreben.

00:45:38: Ich versuche dass mein Leben lang und scheitere immer wieder daran an der Perfktion weil mir dann doch einen Fehler unterläuft was in meinem Fall nicht schlimm ist.

00:45:46: dahin keine Menschenleben fahren ab weshalb ich auf froh bin dass ich nicht Ärztin bin.

00:45:51: Aber Es ist so dass wir Fehler machen.

00:45:55: Es wird sich nicht verhindern lassen.

00:45:57: Und dann ist wieder die Frage, wie gehen wir damit um?

00:46:00: Wie gehen wir verzeihend miteinander um?

00:46:03: Können wir verzahlen?

00:46:04: Müssen wir verzahen?

00:46:05: Es gibt bestimmt Dinge, die sind nicht verzeilig.

00:46:08: Also auch da kann man darüber diskutieren aber es muss halt offen bleiben und transparent bleiben.

00:46:15: Das halte ich für mit das Wichtigste.

00:46:17: und Transparenz, um noch mal auf KI zu kommen habe ich da halt eher nicht.

00:46:22: Ja, ich brauche auch keine Transparenz im Sinne der Durchsichtigkeit.

00:46:26: Ich brauche keinen leistungsbereiten gläsernden Büros in denen Menschen sich nicht beobachten lassen sondern eine Form von Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit.

00:46:35: Und da bin ich total dabei... Nachwürfbarkeit?

00:46:37: Ja

00:46:38: sowas oder Rückversicherbarkeit, dass ich nochmal fragen darf warum ist es so gelaufen?

00:46:43: was war dann noch mal an den Stellen bin ich auch pro Dokumentations nervt mich überall.

00:46:48: aber das ist dann manchmal ganz gut.

00:46:52: Und wie gesagt, es gibt Modelle.

00:46:54: Es ist manchmal so ein bisschen frustrierend, dass die nicht gehoben werden.

00:46:58: Es gibt so gute Modelle des gemeinsamen Lebens.

00:47:00: Die sind nie groß berühmt geworden.

00:47:02: dabei würden sie weit tragen und irgendwann kommen Sie vielleicht ins Leben oder wir sind bis dahin haben uns dann selbst abgeschafft.

00:47:09: Dann ist das auch in Ordnung.

00:47:09: Na

00:47:10: ja, sie wären halt häufig im Kleinen gelebt?

00:47:12: Ja genau also privat stoßen Menschen da ja schon an die gleichen Grenzen und machen Lösungsvorschläge und ich finde das total gut.

00:47:20: Dass man das dann überträgt in gesellschaftspolitische Modelle, dass ist ein Knackpunkt der häufig als frustrierend erlebt wird.

00:47:29: Ich habe so einen Modell aufgetan und mir jetzt noch mal angeguckt was Eugen Fink zu Autorität sagt, wo ich den Begriff schwierig finde.

00:47:39: Wenn Entscheidungen für andere getroffen, wann ist das eigentlich okay und wann nicht?

00:47:43: Weil es ja darum geht bei unserer Frage.

00:47:46: Wie gewinne ich eine Entscheidung die lebbar ist für mich und für die anderen?

00:47:51: Und ohne den Begriff Autorität – man kann das anders nennen, aber ohne das Phänomen kommt man eigentlich nicht aus.

00:47:56: Man muss sich so zum Autor oder zur Autor in einer Entscheidung machen Und seine Überlegung ist, also erstens gibt es zwei verschiedene Situationen und die unterscheiden zu können.

00:48:07: Ist schon mal gut.

00:48:08: Nämlich wir können eine Frage haben, die man wissensautoritativ beantworten kann.

00:48:13: dann sind wir fahren da gibts Ratgeber innen Da kann auch die KI ratten.

00:48:18: das war mein Ding mit lexikalischem Wissen.

00:48:20: da gibt's Antworten drauf und dann ist gut

00:48:22: die sich auch verändern können.

00:48:24: Ja,

00:48:24: ja klar!

00:48:25: Aber es gibt für jetzt eine Antwort und sie ist auch stimmig und dafür betreiben wir auch Wissenschaft.

00:48:29: das ist in zwei Hundert Jahren anders.

00:48:31: aber es gibt Für Jetzt Eine Antwort auf diese Frage und ich kann die richtige Person oder Das Richtige Tun fragen dann habe Ich Ne Antwort so.

00:48:38: Und Dann Gibt's Aber Viele Situationen und Ich Glaube Dass Wir Über Die hauptsächlich Sprechen Die sind Dadurch Gelagert dass wir keinen Ratgebenden finden können.

00:48:49: Niemand weiß, wie Leben geht nicht so richtig.

00:48:52: also es gibt alle Menschen machen Vorschläge wir leben geben könnte aber das weiß niemand

00:48:57: woher und ist ja auch kontextabhängig.

00:48:59: genau

00:49:00: das ist Ja, genau.

00:49:01: Und da sagt er das ist eigentlich ein Anlass für co-existenzielle Fragegemeinschaft.

00:49:07: also es wäre wirklich wahrnehmen ja es müssen Entscheidungen getroffen werden die betreffen aber auch denjenigen der da gute Ratschläge gibt.

00:49:15: Der gibt ihn nicht von außen sondern ist davon mitbetroffen und recht.

00:49:19: eigentlich ist es bei KI auch so weil Ressourcen, ne?

00:49:22: Das betrifft auch wie's für alle weitergeht.

00:49:24: natürlich ist das so wir nehmen das aber nicht wahr.

00:49:27: Also das is eine erste Unterscheidung die helfen kann dass man fragt Ist das jetzt ein Anlass für eine wissensautoritative Beratung?

00:49:34: Dann kann ich fragen und kriege eine Antwort.

00:49:36: Oder ist es eigentlich dran vorbei, weil ich in einer ganz anderen Fragesituation

00:49:41: bin?".

00:49:41: Und auch für die hat er Vorschläge.

00:49:44: in dieser Frages Situation, in der wir gemeinsam sind, sagt er geht's nicht nur um ne Beantwortung der Frage sondern auch darum wie wir das leben wollen!

00:49:55: Das ist auch ein Punkt, da gucken wir selten hin.

00:49:57: Dass es nicht nur um eine Antwort für den Moment geht sondern darum wie sich das in Zukunft orientiert und was wir damit alles noch mit implizieren.

00:50:05: Und das ist schon ein Punkt.

00:50:06: Und Autorität sagt er gibt's auf illegitime und legitime Weisen und die Legitime ist genau die, die du sagst, wo nachvollziehbar ist, wie ist diese Entscheidung gefallen?

00:50:16: Wo alle hätten etwas sagen können.

00:50:18: Gleich ist Recht, einen Vorschlag zu machen.

00:50:20: Vielleicht kein Bock hat, einen Vorschlag zu machen und einfach mitgegangen sind.

00:50:24: Aber wo zumindest klar war die Situation betrifft uns alle?

00:50:28: Wir treffen jetzt eine Entscheidung gemeinsam und dann schauen wir mal wie wir damit leben.

00:50:33: Und es gibt aber auch sehr illegitime Formen von Autorität und Überredung nämlich A den Befehl.

00:50:39: der kann noch so verschleiert daherkommen.

00:50:41: Aber der Befeil ist illegitim Und auch die Manipulation ist illegitim.

00:50:46: Wenn ich genau weiß, welche Knöpfchen nicht drücken muss damit die Entscheidung so läuft wie ich die rauben will dann ist das auch keine echte autoritäre Entscheidung bei der ich Autorschaft für die Entscheidung zuweisen könnte.

00:50:58: da haben Menschen überredet worden und rein getrickst worden und dass es nicht okay Und ich glaube, dass wir da sensibel sein müssen für diese Feinheiten.

00:51:08: Genau und das ist tatsächlich knüpft es für mich an mit diesen Beantwortungen durch KI, dass die Autorinnenschaft nicht mehr nachvollziehbar ist und damit natürlich auch keine Verantwortung zu gewiesen werden kann – auch dann nicht wenn es zu Fehlan kommt was wirklich schon häufig passiert ist also mit unterkatastrophale Folgen, wenn Menschen sich da extrem reinbegeben in verschiedensten Formen.

00:51:35: Also bis hin dazu dass Menschen tatsächlich an den Folgen versterben auf welche Art und Weise auch immer.

00:51:41: Und da müssen wir glaube ich ein großes Fragezeichen hinter setzen.

00:51:46: also Ich verstehe Orientierung hat natürlich auch damit zu tun Mit Autoritäten.

00:51:51: aber wer steckt dahinter?

00:51:54: Wenn wir uns sozusagen von LLM diese Antworten geben lassen.

00:51:59: Ja, vielleicht fragen wir lieber nach Autorinnenschaften als nach Autoretätten?

00:52:03: Das ist ja auch ganz gut!

00:52:04: Es ist sehr viel konkreter, was man fragen kann wo kommt so denn her die Entscheidung?

00:52:07: wer hat ihr denn getroffen und warum?

00:52:10: Welcher Gedankengang steckt dahinter?

00:52:11: oder auch wo kommst du denn her?

00:52:13: weil es natürlich auch kontextabhängig ist so wie das Wissen dass darin ist ein Beispiel dazu ist zum beispiel das ein Beispiel ist zb.

00:52:23: egal Wenn wir es über Anpassungsleistungen sprechen, ich habe jetzt bei der deutschen Welle ein Video gesehen zu einer architektonischen Bau in Marseille.

00:52:34: Der angelehnt ist an architektonische Anpassung Leistungen aus dem orientalischen Raum dessen Gebäude so gestaltet worden dass eben durch Verschattung und Windlenkung innen drin ein angenehmes Klima herrscht ohne das du Klimaanlagen benutzen musst also ohne Strom.

00:52:54: Das ist ein Wissen, das vorhanden ist.

00:52:56: Dass wir aber lange nicht berücksichtigt haben weil wir natürlich das orientalische und muslimische als rückständisch bezeichnen.

00:53:03: also jetzt ja nicht wie ihr persönlich sondern so im kulturellen Kontext eine westeuropäische weste eurozentrismus und wo gucken wir hin?

00:53:12: Und was halten wir für gute Anpassungsleistungen und was nicht?

00:53:14: Was schätzen wir wert?

00:53:16: Jetzt merkt man sozusagen dass diese Wertschätzung dahin zurück kommt.

00:53:20: Auch da merken wir, dass das Kontext abhängig ist auf welches Wissen wir zurückgreifen.

00:53:26: Und es fehlt eben auch eine Menge Wissen, dass eben nicht abrufbar ist in diesen großen Modellen, dass nicht eingepflegt worden ist.

00:53:36: und da brauchen wir einen Bewusstsein für Lücken und ein Bewusstsein dafür, dass bestimmte AutorInnen da eben nicht vorhanden sind aus einer Sprachbarrieren was auch immer nicht gut übersetzt.

00:53:46: Also, da brauchen wir nur eine Bibel gucken.

00:53:49: Aus Übersetzung und so was?

00:53:54: Ja!

00:53:55: Und das hat mir bei dir ja schon mal, wie ist es eigentlich mit dem Korrektiv?

00:53:58: Wer korrigiert dann die KI und so?

00:54:03: Ich hab immer noch mehr Fragen als Antworten und solange diese Fragen nicht geklärt sind habe ich wenig Vertrauen in die Antworten, die mir geliefert werden von diesen kommerziellen LLMs.

00:54:14: Vielleicht ist das bei uns auch nur... Deformation professionell, weil da das du als Journalistin sagst.

00:54:20: Weitere Fragen weiß ich nicht, ob das alles so stimmt wie mich als Wissenschaftlerin sagen.

00:54:24: Man kann

00:54:24: einfach genauer hingucken

00:54:25: und dann gibt es eine Studie zu Entschuldigung aber ist das wirklich argumentativ stringent?

00:54:30: Das ist ja auch klar!

00:54:31: Und passt das zu meinen persönlichen Haltungen?

00:54:33: oder fühle ich mich da wieder herausgekommen?

00:54:35: Das können sich ja ruhig alle fragen, auch deren Job dass nicht ist... ...und was auch gut ist zu üben, sich das häufiger mal zu fragen.

00:54:43: Wie fände ich das denn gut für mein...?

00:54:45: leiblichen gelebten Kontext für wie verende ich Städtebau gut und Kleidung, auch da kann man ja lernen.

00:54:52: Diese ganz konkreten Dinge die auf Problemlagen antworten und meistens ist das so dass Menschen nicht bei sich enden und nicht nur für sich fragen sondern dann fragen wir haben andere das denn gemacht?

00:55:06: was täte den anderen denn gut?

00:55:08: Das sind Fragen die Menschen stellen und beantworten.

00:55:12: Vielleicht ist das auch das Einfallstor für mehr, weiß ich nicht, soziales Fragen als Large Language Model-Fragen.

00:55:19: Genau.

00:55:19: Und einen Kontext habe ich noch natürlich, dass mir solche Videos von der Deutschen Welle angezeigt werden, das entscheidet am Ende ein Algorithmus für mich, der mir nicht transparent ist, der aber irgendwie gelernt hat, dass ich mich für diese Umweltthemen interessiere und für feministische Haltung und lalalalala so mit das entsprechend ausspielt und andere Dinge die dem entgegen stehen halt nicht ausspielen.

00:55:40: Also mir wird auch nur ein bestimmter Teil vom Welt sozusagen sofort ausgespielt es sei denn ich gucke aktiv nach anderen Teilen.

00:55:49: Also das hängt da schon auch mit drin und natürlich fühle ich mich selbst versichert, wenn ich viel von diesen Inhalten bekomme die mich sozusagen in meiner Haltung bestätigen.

00:55:59: Ja es ist früher beim Seppen gemacht, dass man auf dem Hängen geblieben ist was einen interessiert hat.

00:56:04: Wo ist eigentlich lineares Fernsehen gebliebt?

00:56:07: Wenn man sowas sagt dann Leute wie alt sind sie im

00:56:09: Fernsehen?

00:56:11: Da gibt's das immer noch!

00:56:13: Was macht niemand mehr

00:56:15: gefühlt?!

00:56:16: Das ist ja auch interessant.

00:56:17: doch Das machen noch Menschen, also vor allen Dingen ältere Menschen.

00:56:22: Man unterschätzt das tatsächlich auf... Ich kenne

00:56:23: überhaupt niemanden der überhaupt nicht mehr!

00:56:25: Da hat sich bei keiner Zeit dafür.

00:56:28: Ja aber auch da keine Zeit hat dafür, das liegt daran weil man eben in so privilegierten Positionen ist in Anführungsstrichen die natürlich dafür sorgen dass man keine zeit hat.

00:56:37: es gibt Menschen die haben eben all diese anderen

00:56:39: Zugänge

00:56:40: nicht sie haben die bildung nicht lalalala.

00:56:42: Also auch da befindet man sich so in der Blase und ich Ich glaube, es gibt eine Menge Menschen, die diesen Gesprächen nicht folgen können.

00:56:48: Da müssen wir ganz anders drüber sprechen!

00:56:50: Ja das ist uns aber glaube ich klar

00:56:52: und... Also wir schaffen ja auch Ausschlüsse durch unsere Art zu sprechen und Gedöns.

00:56:58: Ja für alle Sprechen ist nicht, das ist mir schon klar.

00:57:02: Und natürlich ist das so dass manche Menschen in ihren Lebenswelten abholt und andere nicht gleichzeitig so ne Sache wie Sozialität leben Zeit haben als Ressource zum Beispiel.

00:57:18: Also es sind ja Antworten darin enthalten, die auch für Menschen gelten, die andere Lebensumstände haben.

00:57:25: das ist ja das spannende dass sie mit im Boot sitzen.

00:57:27: Das ist mein Punkt, dass da Menschen in ganz unterschiedlichen Rollensitzen und wenn die Mitfragen und mit diskutieren dürfen was eine gute Entscheidung wäre dann gewinnt man eine Perspektive die man sonst einfach nicht gewinnt, wenn man nur Menschen fragt.

00:57:42: Die genau so sind wie man selbst.

00:57:44: heißt aber auch dass man möglicherweise erst mal ein Stück in die falsche Richtung rudert bis man denkt ja die anderen hatten vielleicht doch recht wir drehen nochmal um

00:57:50: manchmal wird ja das wird auch misslingen.

00:57:53: also bei vielen kommt das beispiel mit demistoklis.

00:57:56: und wer wie macht das einen griechischer stadtstadt wenn er bedroht ist von anderen und irgendeiner sagt dann müssen weg vom land und auf die boote Das kann dir auch kaputt gehen, dann die Entscheidung.

00:58:08: Aber diese Idee... Jetzt machen wir das anders und Menschen sagen dann okay, dann versuchen wir jetzt das aus einer gewissen Verzweiflung raus ist ja auch nicht gesichert.

00:58:18: Die beste Entscheidung nur eine musste man treffen.

00:58:22: Und dass es so ne Beispiel hafte Situation bei ihm war sagt er hat ja mit im Boot gesessen derjenige der das entschieden hat und wäre mit untergegangen und beruhigend Ja irgendwie schon weil du da natürlich ne Entscheidung.

00:58:35: Das ist das Gedanke.

00:58:35: Es kann niemand mehr zur Verantwortung gezogen werden, wenn alle nicht mehr

00:58:38: leben?

00:58:39: Ja, dann so alle weg.

00:58:40: Das wird unser Modell, glaub ich.

00:58:42: Wir schaffen uns gerade selber ab und haben

00:58:44: alles.

00:58:44: Wir wollen hier nicht pessimistisch, wir können auch anders.

00:58:47: Ich finde es gar nicht so pessimistischer.

00:58:49: Wir können auch

00:58:50: ... Ja, ist gut!

00:58:51: Einfach mit mehr Freude arbeiten.

00:58:53: Danke

00:58:53: für

00:58:54: heute!

00:58:56: Das war dein Take?

00:58:57: Nein, nein.

00:58:59: Das war der take von Onkel... Weiß ich!

00:59:02: Das weiß jede

00:59:04: Ritz.

00:59:06: Schmitz.

00:59:07: Wir nennen ihn Schmitze.

00:59:08: Gut.

00:59:09: Nicht dass ihr noch irgendwas vorbeigeflogen

00:59:11: kommt.

00:59:11: Ich wollte eigentlich über Verwarlosung reden.

00:59:13: Lustig.

00:59:14: Ich hab ganz klappt.

00:59:15: Na ja.

00:59:16: Wir haben uns hier gegenseitig verwarlost.

00:59:19: Ja schon.

00:59:20: Nee das waren aber doch irgendwie ...

00:59:23: Erkläre es kurz.

00:59:24: Ach, dieses Ganze mit dem inneren Halt kam ja daher.

00:59:28: das Moor einer der Gründerväter der Heilpädagogik gesagt hat wir finden verwahrelose Verhältnisse und ich fand den Begriff so super und hab dann nochmal nachgelesen und dachte Ja Wir wissen wirklich nicht wie wir uns gut verwahren sollen.

00:59:41: Das ist die Ausgangsfrage.

00:59:42: Wie verwahren wir Wissen?

00:59:44: Wie verwaren wir Orientierungen?

00:59:48: in den Räumen.

00:59:49: Bist du konservativ, wenn Du hier alles verwahren willst?

00:59:51: Ja ich will alles verfahren.

00:59:54: Alles in die Konserve und bückst der Deckel drauf.

00:59:57: Genau mein Sache!

01:00:00: Ich glaube entscheidend war heute, dass wir diese Klammer aufgemacht haben oder?

01:00:04: Das ist nicht individuell.

01:00:06: Wir scheitern alle dauernd und es wäre schöner mehr Scheiterns Toleranz zu haben.

01:00:10: das ist schon schlimm genug, dass man die ganze Zeit das Gefühl will ich bin ein Leiter bitte!

01:00:14: Scheiße.

01:00:14: ich muss dauerend was entscheiden aber auch darauf zu gucken was es an Ressourcen kostet was es dann Geld auch kostet Was es an Privilegien kostet wenn die äußeren Umstände nicht gut sind den inneren halt sozusagen zu stabilisieren.

01:00:30: Also für mich ist das der wichtigste Punkt gewesen, dass wir das nicht auf die einzelnen Abbiegen dürfen sondern auch dahin schauen dürfen wo Vereinzelung passiert.

01:00:41: Wo Ressourcenabbau passiert und zwar durchaus auch gewollt wo Machtinteressen einfach mehr entscheiden als was für viele Menschen gut wäre.

01:00:51: Und ja, dann ist man ein Stück weg von diesem Ich-Alein und muss alles regeln.

01:00:55: Und fragt deswegen lieber mal ChatGPT, sondern dann isst man eigentlich auf Zinde und möchte so Plakate schreiben mit denen man auf die

01:01:02: Straße geht?

01:01:03: Genau!

01:01:03: Und ich glaube das ist so'n bisschen das Takeaway oder... wo viele Leute auch schon hinkommen, zu sagen ich muss mehr ins Analoge.

01:01:12: Ich muss wieder mehr zu und mit Menschen sein in irgendeiner Form sich in Sinn zu schaffen für gemeinsame Abende.

01:01:20: Und wenn das nur zwei Stunden in der Woche sind, wo man sich abends mal zusammensetzt mit Menschen die irgendwie eine ähnliche Situation sind oder auch nach Lösungen suchen und das bespricht ... Ich glaube dass wir das stärker tatsächlich mitteinplanen müssen.

01:01:33: wie da.

01:01:34: wir brauchen das als Menschen.

01:01:36: Genau und so eine Form von digitaler Souveränität, nämlich einen Umgang damit gut lernen, einen reflektierten Umgang, einen kritischen Umgang.

01:01:43: Das heißt ja nicht dass man also Maschinenstürmerin wäre.

01:01:47: ich irgendwann vielleicht mal gewesen bin ich nicht mehr.

01:01:49: Die Luditen!

01:01:50: Genau das hilft ja wenn man besser drüber Bescheid weiß.

01:01:55: Wir brauchen

01:01:56: einmal jemanden mit dem wir über die Luditen sprechen können.

01:01:58: Ja das

01:01:58: stimmt.

01:01:58: Ich finde wirklich es ist immer noch so...ich brauche das noch?

01:02:01: Ja dann lad doch jemanden

01:02:03: ein.

01:02:06: Loditen-Expertinnen.

01:02:07: In einer der nächsten Folgen stürmen wir Maschinen und dann hört man nichts mehr.

01:02:15: Wie nehmen wir das eigentlich analog auf?

01:02:19: Shout out in echt!

01:02:21: Stimmt, das können wir nur als Live-Podcast mal

01:02:23: aus dem Fenster brüllen, mal gucken wer zuhört.

01:02:27: Analoges Podcast ein Fenster

01:02:29: da gut mega ja okay

01:02:31: Go for it!

01:02:32: Das war's.

01:02:33: Ah, über die promethische Schraben nicht geredet.

01:02:39: Das

01:02:40: hatten wir aber schon mal und das sehen wir auf.

01:02:42: dass da haben wir noch anders für.

01:02:43: Ja okay dann fange ich mit einer Frau an, der ist ja irgendwie auch schön nämlich mit Gabriele Fassauer die einen Artikel in ihrem Band, ein Einkapitel empfehle ich besonders.

01:02:53: Nämlich subjektive Identität, Anerkennung und Anomie.

01:02:56: daher kam das mit den anomischen Anerkernungs-Gustern.

01:02:59: Das ist im Band über Arbeitsleistungen, Identität und Markt.

01:03:03: Es klingt nach was man nicht so sich üblicherweise auf dem Nachtisch legt.

01:03:07: aber eine Analyse marktwörmiger Leistungssteuerung in Arbeitsorganisationen kann einem einiges erklären.

01:03:13: dass es der Untertitel.

01:03:14: Dann hatte ich über Eugen Fink geredet.

01:03:17: Das ist aus einem anderen Band, aber die Grundlagen seiner Theorie sind in Sein Wahrheit und Welt das Original zu Anold Gelen ist der mit der Seele im technischen Zeitalter.

01:03:30: dann hatten wir indirekt Aber wichtig war sie trotzdem.

01:03:33: Raheliegi mit der Kritik von Lebensformen haben wir auch schon mal sehr explizit besprochen.

01:03:39: Und diese Verwahrlosung, innere Haltthematik kommt von Paul Mohr zur Psychologie und Pädagogik des inneren Hals.

01:03:46: Der Nietzsche Amphorismus ist in jenseits von Gut- und Böse und zur Genealogie der Moral.

01:03:51: Der Helmut Plessner isst er mit der Dezentrierungen.

01:03:53: das Werk heißt die Stufen des Organischen und der Mensch.

01:03:57: Die Analysen von Reckwitz hat ich zitiert nämlich von zwei tausend siebzehn die Gesellschaft der Singularitäten und von zweitausend zwanzig Verlust oder über die Kritik der Wachstumsgesellschaft.

01:04:09: Und die Doku, die mich ins Nachdenken gebracht hatte ist beim ZDF einer aus der Reihe sieben und dreißig Grad und heißt befreundet mit einer KI.

01:04:18: Die ist mir auch untergekommen in diesem Instagram als Ausschnitt natürlich, aber auch das hat Reaktionen hervorgerufen bei Menschen.

01:04:25: Ja?

01:04:26: Wie gesagt es ist spannend und ich glaube das hilft als Ergänzung und wir hatten ja auch über die digitale Seele schon geredet und Menschen die eben verschiden und wo die, also wo die nach Angehörigen dann weiter

01:04:37: mit

01:04:38: denen reden möchten und so.

01:04:39: Also es gibt sehr viele Anwendungsfälle schon an die man eben weiterhin noch Fragen haben kann.

01:04:48: So, ich sag euch noch schnell wie er uns erreicht, wenn ihr euch zu dieser Folge verhalten möchtet.

01:04:53: und zwar haben wir eine Website www.wasdengstudent.de.

01:04:56: Da kann man kommentieren.

01:04:58: Ihr findet uns auf Mastodon unter et.

01:05:01: was denkst du denn?

01:05:02: Et Podcasts.Social.

01:05:04: Ihr könnt uns eine Mail schreiben an Rita etwas Denkstuden.de oder Nora etwasdenkstudendee Und das war's auch schon!

01:05:12: Es ist sehr viel kürzer geworden...

01:05:13: Reicht ja auch

01:05:16: Definitiv.

01:05:17: So, und wir begeben uns mal in unseren Tag mit oder ohne... Wir schreiben

01:05:21: ein bisschen aus den Fenstern.

01:05:24: Mal sehen wie er uns hört!

01:05:25: Ich hab da voll an der Idee.

01:05:27: Nicht auch?

01:05:27: Wir hängen uns jetzt gleich auf so einen Kissen und schreien

01:05:29: einfach aus

01:05:31: dem Fenster und Podcasten hier weiter.

01:05:33: Ihr könnt das dann nicht hören aber wir hören uns dann einfach in der nächsten Folge.

01:05:36: Bis dann,

01:05:37: Tschüss!

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