Was denkst du denn?

Was denkst du denn?

Der Mit- und Nachdenkpodcast

Hoffnung: Denken Sie groß!

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

"Hoffnungsmaschine" heißt der neue Song der Band Erdmöbel, den sie zusammen mit Judith Holofernes geschrieben und aufgenommen haben. Das Video zum Song wurde am Kölner Ebertplatz gedreht. Ein Platz über den viel diskutiert wird. Ein Platz an dem zuletzt nicht ganz so schöne Dinge passiert sind, aber auch ein Platz der Hoffnung. Weil dort auch viele schöne Dinge passieren - und auch in Zukunft noch passieren können. Nora war beim Videodreh dabei und wird seitdem den Text nicht mehr los. Und die Frage: Wo brauchen wir heute Hoffnung? Was kann Hoffnung? Was bewirkt sie? Rita hat das Thema von einer ganz anderen Seite aus angefasst. Für sie geht es bei Hoffnung um große Entwürfe, um Religion und Glauben und das Überwinden von Individualismus. Es geht um "Das Prinzip Hoffnung", Marx und aktuelle politische Bezüge.

Die hässliche kleine Schwester der Muße

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Die Langeweile, das große Gähnen - kaum etwas scheint der moderne Mensch mehr zu fürchten. Warum sonst lenken wir uns ständig ab, sind ständig beschäftigt und ständig auf der Suche nach neuen Reizen? Dabei ist Langeweile nicht gleich Langeweile. Und sie dient auch nicht immer als Erklärung für unsoziales Verhalten. Im Gegenteil. Wir versuchen der Langeweile auf die Schliche zu kommen und herauszufinden, wo sie sich von der Muße unterscheidet, was Monotonie damit zu tun hat und warum sich die Literatur beim Thema Langeweile vor allem über Schule und Sonntagnachmittage auslässt. Außerdem gibt es einen kleinen kulturgeschichtlichen Exkurs zur Langeweile, in dem wir Bekanntschaft mit dem Mittagsdämon machen. Uaaaahhh!

Ritas Literaturliste:

• Bellebaum, Alfred: Langeweile, Überdruss und Lebenssinn. Eine geistesgeschichtliche und kultursoziologische Untersuchung. Opladen: Westdeutscher Verlag. 1990.

• Decher, Friedhelm: Besuch vom Mittagsdämon. Philosophie der Langeweile. 2. Auflage. Springer: zu Klampen Verlag. 2003.

• Doehlemann, Martin: Langeweile. Deutung eines verbreiteten Phänomens. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 1991.

• Heidegger, Martin: Die Grundbegriffe der Metaphysik. Freiburger Vorlesung Wintersemester 1929/30. Frankfurt/ Main: Vittorio Klostermann. 2010.

• King, Vera/ Gerisch, Benigna (Hrsg.): Zeitgewinn und Selbstverlust. Folgen und Grenzen der Beschleunigung. Frankfurt/Main: Campus Verlag. 2009.

• Safranski, Rüdiger: Zeit. Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen. München: Hanser. 2015.

• Svendsen, Lars: Kleine Philosophie der Langeweile. Frankfurt/Main und Leipzig: Insel Verlag. 2002.

Wer sagt da Ich beim Treueschwur?

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Wir Menschen sind nicht, wir werden. Unser ganzes Leben ist geprägt von Veränderungen. Körperlich wie psychisch. Und trotzdem ist da etwas in uns, das bewahren will. Das Zuverlässigkeit in allem Wandel fordert. In vielen Beziehungen sind Treue und Loyalität deshalb essentielle Werte. Dazu müssen wir vor allem erst mal uns selbst treu sein. Aber wie kann das gelingen, wenn wir uns doch ständig verändern und Anpassungen an uns vornehmen? Ist Treue wandelbar? Verhandlungssache vielleicht? Und warum werden Treue und Loyalität gerade da laut eingefordert, wo Angst vor Veränderung herrscht?

Digitalisierung: Friss oder stirb!

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Diesmal ist Dr. Matthias Burchardt von der Universität Köln zu Gast im WDDD-Podcast. Er bezeichnet sich selbst als Digitial Pioneer - hat also die Digitalisierung noch erlebt, als das ganze Konstrukt in den Kinderschuhen steckte. Wir fragen uns: Was macht Digitalisierung mit uns? Was bedeuten Interaktionsdesign und ständige Unterbrechung für unseren Alltag? Gibt es mehr Freiheiten oder macht uns das ständige im Netz sein zu Gefangenen von Maschinen und Algorithmen?
Wir widmen uns der Beziehung unserer Person mit unseren Avataren im Netz, schauen auf die Allverfügbarkeit von Informationen, auf Menschenrechte, Datenschutz und die Wurzeln des Menschseins.

Humor ist ein Saft

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Kann man eigentlich ganz ernsthaft über Humor sprechen? Ja, doch, schon - mal abgesehen von den Flach- und Wortwitzphasen. Aber die haben wir euch markiert. Ansonsten gibt es wirklich eine Menge zu klären rund um das Thema Witz und Humor. Dabei hilft uns diesmal Heinrich Lützeler - ein Bonner, der über die Philosophie des Kölner Humors geschrieben hat. Eigentlich schon komisch genug. Rita und Nora versuchen in dieser Episode Witz von Humor zu unterscheiden, widmen sich den Zynikern und der Ironie. Fröhnen der leichten Unterhaltung und lehnen es hin und wieder auch moralisch ab, sich über etwas lustig zu machen.

Glück ist ein domestiziertes Eichhörnchen

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Das war keine leichte Aufgabe, die uns Christoph aka @kieliscalling da gestellt hat. Sprecht doch mal über das Glücklich sein... Ja, hmmm. Nora hat schon Probleme, die Frage: "Wie geht's dir?" zu beantworten. Aber wir haben es trotzdem versucht. Und sind zu dem Ergebnis gekommen: Glück ist so wenig leicht in Worte zu fassen wie herzustellen.

Wir werden alle sterben!

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Keine Sorge. Wir verbreiten hier weder Panik noch schlechte Stimmung. Würden wir nie! Im Gegenteil. Wir starten mit einem sehr romantischen Bild - wir begeben uns nämlich... in unendliche Weiten! Denn vom All aus betrachtet ist die Erde nur ein kleiner, leuchtend blauer Punkt. Der Einzelne wird völlig unwichtig. Die Menschheit zur Einheit in all ihren Facetten und Schattierungen. Und unser Handeln, unser Sein, unser Gut und unser Böse verschmelzen zu einem Brei aus Nichtigkeit. Wieso also kommen wir eigentlich auf die Idee, dass es einen Unterschied macht, wie wir leben und handeln? Warum müssen wir uns damit auseinandersetzen, wenn es - im großen Ganzen - gar keinen Unterschied mehr macht. Wenn es egal ist, ob wir leben, je gelebt haben oder wieder zu Staub zerfallen? Dieser existentiellen Frage wollen wir in dieser Folge auf den Grund gehen.

Und bevor es zu Missverständnissen kommt: Nein, die Scheibe heißt nicht Discovery. Da hat Nora was gehörig durcheinander gebracht. Die Rede ist von der Golden Plate, die mit der Voyager ins All geschickt wurde.

Schönheit als Seelenfutter

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Was ist eigentlich Schönheit? Was empfinden wir als schön oder besser gefragt, was empfinden wir, wenn wir etwas schön finden? Denn ob etwas schön ist oder nicht, darüber herrscht nicht zwingend Einigkeit. Im Gegenteil. Rita hat zwei Menschen im Museum beobachtet, die sich über die Schönheit eines Kunstwerks streiten. Nora ist das Thema Brutalismus vor die Füße gefallen und sie hadert mit der Schönheit der wuchtigen Betonbauten. In dieser Episode betrachten wir die Schönheit aus den Augen der Kunst, aber auch auf der Gefühlsebene. Wofür brauchen wir Schönheit? Und was passiert mit uns, wenn wir das Schöne nicht mehr sehen können, weil uns zum Beispiel im Zuge einer Depression das Empfinden für das Schöne verloren geht? Wenn wir - im wahrsten Sinne des Wortes - an-ästhetisiert sind?

Ich schäme mich für dich!

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Wir beobachten eine Situation - und in uns zieht sich alles zusammen. Wir möchten am liebsten im Boden versinken, schlagen betreten die Augen nieder, weil uns das, was wir sehen, zutiefst beschämt. Aber nicht, weil wir selber etwas gemacht hätten. Nein, wir schämen uns fremd - also stellvertretend für jemand anderen. Was ist also Fremdscham und wofür brauchen wir dieses Gefühl überhaupt? Um das zu klären, müssen wir erst mal ausloten, was denn Scham eigentlich ist. Welche Funktionen erfüllt Scham im gesellschaftlichen Zusammenleben? Welche Normen stecken dahinter? Und wie lösen wir Scham wieder auf? Achtung: Diese Episode kommt natürlich nicht aus ohne peinliche Geständnisse. Fremdscham vorprogrammiert...

Verhärten kann auch Spaß machen

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

In Episode 6 hatten wir es ja schon mal von Höflichkeit - und irgendwie ist Nora mit dem Begriff nicht richtig warm geworden. Vielleicht liegt das an einem Missverständnis! Denn vor kurzem hatte Sven Preger bei Deutschlandfunk Nova den Sprachkünstler Fabian Neidhardt zu Gast. Seine These: Wir stellen Unverbindlichkeit ganz oft mit Höflichkeit gleich. Florian Neidhardt beschäftigt sich mit Weichmachervokabeln in der Sprache. Wir folgen ihm auf dieser Spur. Denn in unserer Sprache findet sich auch immer der Zeitgeist wieder. Wofür also brauchen wir die Verflüssigung? Wo ist sie gut? Wo hinderlich? Und was ist mit der vollständigen Verflüchtigung, wie sie sich zum Beispiel im Phänomen des Ghosting manifestiert? Bei aller Viskosität der Gedanken sind sich Rita und ich am Ende einig: Wir brauchen die Verhärtung - für den Diskurs und die Streitkultur. Aber eben nicht nur.

Über diesen Podcast

Wo ist die Schamgrenze - zum Beispiel in der Sauna? Wie läuft das mit Schuld und Entschuldigung? Und darf ich eigentlich die politische und moralische Haltung von jemandem in Frage stellen? Rita Molzberger und Nora Hespers stellen sich all diese Fragen und diskutieren. Mal mehr mal weniger fachlich, aber immer auf der Suche nach Erkenntnisgewinn. Klingt bierernst, ist aber mitunter ganz schön witzig. Denn erst mal gibt es keine Denkverbote. Wir umkreisen Themen, decken auf, fragen nach, stellen Vermutungen an, sind uns oft einig - aber lernen immer wieder auch was Neues dazu. Wir haben einfach Spaß daran, laut zu denken. Denkt doch einfach 'n bisschen mit!

von und mit Nora Hespers und Rita Molzberger

Abonnieren

Follow us